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Expertenbeitrag

Marten Schirge

Marten Schirge

Vice President of Sales, Device Insight GmbH

Ein Kommentar von Marten Schirge, VP of Sales bei Device Insight

IoT als fester Bestandteil der Unternehmens-IT – Vision oder bereits Gegenwart?

| Autor: Marten Schirge

Alles miteinander vernetzen, um intelligente Produktionen zu erschaffen, Fahrzeuge autonom fahren zu lassen oder um Maschinenausfälle vorherzusagen – das sind Möglichkeiten des Internet of Things, kurz IoT. Einigen ist der Begriff noch zu wenig greifbar, was uns zu der Frage führt: Wie ist es um das Internet of Things bestellt? Wird die zukunftsweisende Technologie bereits von vielen Unternehmen genutzt?

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M2M & IoT Platform
M2M & IoT Platform
(CENTERSIGHT)

IoT und Industrie 4.0 werden vor allem für Industrieunternehmen in den kommenden Jahren zu den wichtigsten Themen avancieren. Das bestätigt auch das Vodafone IoT Barometer 2016. In der Umfrage bezeichnen 74 % der Unternehmen das Internet of Things als „entscheidend“ für ihren zukünftigen Unternehmenserfolg. Fakt ist aber, dass sich der IoT-Markt noch in einem sogenannten „Early Adopter“-Stadium befindet. Denn aktuell wenden nur wenige der befragten Organisationen zukunftsweisende IoT-Technologien in ihrem Arbeitsalltag an. Was Mut macht: Immerhin 53 % der Firmen planen für die nächsten zwölf Monate die Einführung neuer IoT-Lösungen. Der große Rest der Befragten ist wiederum noch kaum mit den technologischen Möglichkeiten vertraut und zufrieden mit den aktuellen Prozessabläufen. Hier ist sicherlich Überzeugungsarbeit nötig, um zu verdeutlichen, welche Vorteile der Einsatz von digitalen Strategien à la IoT bietet.

Potenzial erkennen und ausschöpfen
Als besonders prägnante Vorteile von IoT-Lösungen sind vor allem effizientere Prozesse und damit enorme Kostenreduzierungen zu nennen. Zudem sind die Lösungen quasi branchenunabhängig einsetzbar – diese Bandbreite ist den meisten nicht klar. Neben der Industrie können unter anderem auch die Bereiche Gebäudetechnik, Nutzfahrzeuge, Energie und Medizintechnik von stärkerer Vernetzung profitieren. Zum Beispiel, indem z.B. Flottenmanager auf aktuelle Positions- und Fahrzeugbetriebsdaten zugreifen können, Logistikunternehmen zentral die Temperaturen in ihren Kühlhäusern überwachen und damit die lückenlose Dokumentation der Kühlkette gewährleisten, oder Betreiber von Automaten stets über Füllstände und mögliche Fehlerzustände informiert sind.


Die Grundlage, um solche IoT-Projekte umzusetzen, sind professionelle IoT-Plattformen. Sie erfassen und managen alle Datenströme im Internet of Things. Aus den Daten können mittels Analysen wichtige Rückschlüsse für die täglichen Arbeitsprozesse gezogen werden, z.B. ob ein wichtiges Gerät ausfallen könnte. Um das volle Potenzial des Internet of Things auszuschöpfen, nutzen einige IoT-Plattformen den neuen Protokollschnittstellenstandard OPC UA. Dieser macht die Datenkommunikation interoperabel und unabhängig vom Maschinen- oder Gerätetyp: Industrieanlagen der namhaften Hersteller können einheitlich miteinander kommunizieren. Das heißt, Rohdaten und verarbeitete Informationen lassen sich jetzt standardisiert übertragen. Dadurch macht das IoT einen großen Schritt nach vorne, weil Informationen nun noch einfacher zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort des Unternehmens für autorisierte Personen verfügbar gemacht werden können.

Sicherheitsbedenken ablegen
In diesen grenzenlosen Vernetzungsmöglichkeiten sehen 62 % der Firmen (Studie KfW Research) jedoch auch ein großes Risiko in puncto Datensicherheit. Ganz unrecht haben sie nicht: Umso mehr Devices miteinander vernetzt sind, umso anfälliger ist das Gesamtsystem für Hackerangriffe. Denn Maschinen im IoT-Umfeld arbeiten in Netzwerken und verfügen häufig über eine externe Datenverbindung. Sie sind also nicht mehr vollständig nach außen abgeschottet. Doch auch auf diese Sicherheitsbedenken wissen professionelle IoT-Plattformen eine Antwort. IoT-Plattformen verfügen über aktuelle, integrierte Verschlüsselungsmechanismen. Dadurch wird eine permanent abgesicherte Maschinenkommunikation erreicht.

Des Weiteren können Unternehmen verschiedene Zugangsstufen und Zugriffsberechtigungen für Maschinen und Anlagen festlegen. Beispielsweise darf ein Betreiber Parameter der Maschine nur noch innerhalb eng definierter Schwellwerte verstellen, während ein Servicetechniker oder der Hersteller der Maschine erweiterte Zugriffsrechte genießt. Dieses Berechtigungsschema kann mit IoT-Plattformen in Einklang gebracht werden, um auch beim Fernzugriff auf die Maschinen einen gleich hohen Sicherheitslevel zu gewährleisten. Das intelligente Informationsmodell der IoT-Plattform veranschaulicht schlussendlich, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat.

Fazit: Visionen Gegenwart werden lassen
Professionelle IoT-Plattformen schaffen es durch ihre Informationstransparenz und ihre praktischen Vorteile immer mehr, Zweifel an der technischen Umsetzbarkeit und Sicherheit von IoT-Projekten auszuräumen. Mit kompetenten Technologiepartnern sind Unternehmen aller Branchen in der Lage, individuelle Konzepte zu kreieren, die ihre Arbeitsprozesse schon auf kurze Sicht optimieren und Kosteneinsparungen erzeugen. IoT ist somit mehr als bereit, schon heute ein fester Bestandteil der Unternehmens-IT zu werden. Jetzt sind die Unternehmen am Zug, um die IoT-Visionen Gegenwart werden zu lassen.

 

Über den Autor

Marten Schirge

Marten Schirge

Vice President of Sales, Device Insight GmbH