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The Roaring (digital) Twenties Internetwirtschaft erwartet eine "Dekade der Superlative"

| Redakteur: Jürgen Schreier

Auch wenn die Corona-Krise 2020 auch in der Internetwirtschaft Bremsspuren hinterlassen dürfte, siegt sich die Branche vor einem neuen "goldenen Zeitalter". Nach einer neue eco-Studie wird bis 2025 mit einem Umsatzzuwachs um 75 Prozent gerechnet. Außerdem soll der Anteil am BIP von 4,2 Prozent (2019) auf rund sieben Prozent steigen.

Die Internetwirtschaft in Deutschland rechnet mit (neuen) "goldenen Zwanzigern" und will bis zum Jahr 2025 den Anteil am BIP deutlich ausbauen.
Die Internetwirtschaft in Deutschland rechnet mit (neuen) "goldenen Zwanzigern" und will bis zum Jahr 2025 den Anteil am BIP deutlich ausbauen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Internetwirtschaft zählt in den kommenden Jahren zu den dynamischsten Industrien in Deutschland. Das legt eine neue gemeinsame Studie des eco Verbands und der Unternehmensberatung Arthur D. Little nahe. In ihrer vierten Auflage stellt die Studie konkrete Zahlen für die Internetwirtschaft von 2020 bis 2025 vor.

Das Ergebnis: Trotz der Coronakrise, bei der einzelne große Segmente der Internetwirtschaft Einbrüche erlitten, ist bis 2025 mit einer Umsatzsteigerung um knapp 75 Prozent auf rund 253 Milliarden Euro zu rechnen. Gleichzeitig wird bis dahin knapp eine halbe Million Menschen in der Internetwirtschaft beschäftigt sein.

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Heute hat die Internetwirtschaft einen Anteil von 4,2 Prozent und 2025 einen deutlich größeren Anteil von sieben Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Gleichzeitig stellt die Branche immer mehr Arbeitsplätze: Im Jahr 2025 werden über eine halbe Million Menschen in der Internetwirtschaft beschäftigt sein. Die Internetbranche gewinnt also gesamtwirtschaftlich stetig an Bedeutung.

Internetbranche - Wachstumsmotor für die Gesamtwirtschaft

„Die nächsten Jahre sind der Start in eine digitale Dekade der Superlative“, freut sich eco-Vorstandsvorsitzender Oliver Süme. „Die Digitalisierung – das zeigt nicht nur Corona – wird auch in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle innerhalb der deutschen sowie europäischen Wirtschaft einnehmen und langfristig steigt der Anteil der Internetwirtschaft in allen Branchen.“ Darum müsse spätestens jetzt ein Umdenken in Unternehmen erfolgen, so Süme weiter. „Vom Big Player bis zum Mittelstand – von digitalen Infrastrukturanbietern bis zu Smart-Industrie – die Internetwirtschaft wird für das Wohl unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle spielen.“

„Die aktuelle Studie belegt, dass sich die Internetwirtschaft bis 2025 weiter als Wachstumsmotor für die Gesamtwirtschaft in Deutschland etabliert. Dies ist unter anderem auf das gestärkte Vertrauen von Investoren in den Markt zurückzuführen, die proaktiv Investments identifizieren. Das verfügbare Kapital und COVID-19 wirken vielmehr unterstützend als beschränkend“, ergänzt Lars Riegel, Partner bei Arthur D. Little.

Trotz eines Umsatzrückgangs von 1,2 Prozent für die gesamte Branche, wird die Internetwirtschaft 2020 voraussichtlich rund 145 Milliarden Euro umsetzen. Am stärksten profitiert hier der Bereich E-Commerce (B2B und B2C) sowie Betreiber von beitragspflichtigen Portalen, Classified Marketplaces, Werbeträger, Online-Vermarktungsunternehmen und Anbieter von Transaktionsdiensten: Rund 40 Prozent des Umsatzvolumens – 57 Milliarden Euro – werden 2020 in diesem Bereich generiert.

Im Zeitraum 2020 bis 2025 ist mit einem Wachstumspotenzial von durchschnittlich 10,3 Prozent pro Jahr zu rechnen. Ein weiteres Drittel des gesamten Umsatzvolumens wird 2020 durch digitale Geschäftsmodelle in Anwenderindustrien (Smart Industries) und durch die Vermarktung digitaler Inhalte (Paid Content) generiert.

Bandbreitenhunger: Ausbau digitaler Infrastrukturen beschleunigen

Ebenso stellt die Studie mögliche Szenarien zur digitalen Infrastruktur für die darauffolgende Dekade ab 2030 auf. Durch eine zunehmende Marktdurchdringung von Videokonferenzen, Augmented Reality, Cloud Gaming, 4KStreaming, videobasierter Onlinewerbung und weiteren datenintensiven Anwendungen, werden Anforderungen an Latenzzeit und Bandbreite exponentiell ansteigen. Um diese Datenmengen bewältigen zu können, plädiert der Verband der Internetwirtschaft dafür, schon jetzt den Ausbau digitaler Infrastrukturen massiv zu beschleunigen.

Eine Forderung, die auch Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstützt: „Die Corona-Krise zeigt: Die digitalen Vorreiter profitieren von ihrer frühzeitigen Transformation. Deshalb wollen wir in Nordrhein-Westfalen den Ausbau der Infrastrukturen und die digitale Bildung vorantreiben und in Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung den Weg der Digitalisierung konsequent weitergehen.“

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