Digimondo baut weitere Netzwerke auf Internet der Dinge zieht in deutsche Großstädte ein

Autor: Christoph Seyerlein

In Hamburg und Berlin hat Digimondo bereits seine Smart-City-Technologie etabliert. Jetzt stattet das Start-up weitere Städte in ganz Deutschland mit einem Niedrigenergie-Kommunikationsnetzwerk aus.

Nach erfolgreichem Start in Berlin und Hamburg, will Digimondo nun weitere Städte in Deutschland zu Smart Cities machen.
Nach erfolgreichem Start in Berlin und Hamburg, will Digimondo nun weitere Städte in Deutschland zu Smart Cities machen.
(Grafik: Siemens)

Das Parkhaus zeigt freie Plätze an, der Container meldet seinen Standort, der Zähler seinen Messwert, die Straßenlaterne wird fernsteuerbar und teilt mit, wenn sie defekt ist. Das Start-up Digimondo will die Grundlagen für sogenannte Smart-Cities in Deutschland schaffen. In Berlin und Hamburg hat das Unternehmen, an dem der Energieversorger EON beteiligt ist, sein Niedrigenergie-Kommunikationsnetzwerk bereits etabliert. In diesem Jahr sollen weitere Städte folgen, darunter München, Stuttgart, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Essen.

Durch die Technologie des Hamburger Unternehmens können unterschiedliche Anwendungen eigenständig miteinander kommunizieren. Die Datenkommunikation läuft über eine Vielzahl von Antennen und Sensoren. Über Kommunikations-Chips werden verschiedenste Dinge in das Netzwerk eingebunden und liefern die gewünschten Informationen.

Laut Digimondo kann die Technologie auch Orte miteinander verbinden, an denen es weder Energie noch Internetverbindung gibt. „Insbesondere Städte können auf diesem Weg Kosten sparen und wichtige Erkenntnisse zur Optimierung ihrer Infrastruktur sammeln“, sagt Marcus Walena, Gründer von Digimondo.

Netzwerk auf Basis der „Lora-Technologie“

Grundlage des Geschäftsmodells von Digimondo ist das eigene Netzwerk auf Basis der „Lora-Technologie“: Diese bietet laut Walena im Vergleich zu klassischen Kommunikationswegen wie WLAN, Bluetooth und LTE eine höhere Reichweite und Objektdurchdringung und ist dabei günstiger.

Kunden können ihre eigenen Wünsche verwirklichen, sobald das Netzwerk installiert ist. Beispielsweise hat der Betreiber eines Hamburger Bootsverleihs seine Sportboote mit Sensoren ausstatten und weiß dadurch jederzeit, wo sich diese befinden. In Gehrden bei Hannover entfällt durch die Vernetzung der kommunalen Stromzähler das Ablesen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen die Steuerung von Straßenlaternen, Überwachung von Räumen und Luftgüte-Messung in den Großstädten an.

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 Christoph Seyerlein

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Fachredakteur Next Mobility