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Expertenbeitrag

Martin Buber

Martin Buber

Business Development Manager, Microtronics Engineering GmbH

Use Case

Intelligentes Wassermanagement in Obertauern

| Autor/ Redakteur: Martin Buber / Redaktion IoT

Die Ressource Wasser wird viel zu oft als selbstverständlich hingenommen. Ein Anwendungsbeispiel aus dem Tourismusort Obertauern zeigt, wie intelligente Systeme ein umfangreiches Wassermanagement ermöglichen können.

Vernetzte Systeme ermöglichen ein intelligentes Wassermangagement.
Vernetzte Systeme ermöglichen ein intelligentes Wassermangagement.
( Microtronics )

Denken Sie nur an das herrliche Gefühl, wenn das kalte, klare Wasser nach einer anstrengenden Sporteinheit langsam die Kehle hinunterrinnt und die Energiereserven wieder auffüllt. Oder noch viel besser, der Sprung in ein erfrischendes Schwimmbecken. 

Doch nicht nur für uns Menschen ist Wasser eine unverzichtbare Ressource. Gerade jetzt im Sommer sieht man in der Natur nach einigen heißen Tagen schnell, wie die Pflanzen nach jedem Tropfen Wasser lechzen.

Durchflüsse von Fließgewässern, der Grundwasserpegel und die Moore werden überwacht. (Bildquelle: Microtronics)

In ihrem aktuellen Bestseller „Die Geschichte des Wassers“ zeigt die norwegische Schriftstellerin Maja Lunde, welche Folgen anhaltende Dürre und Wasserknappheit haben. Rasant entwickelt sich daraus ein Kampf ums bloße Überleben.

Dass „Die Geschichte des Wassers“ erschreckend schnell Realität werden kann, zeigen aktuelle Ereignisse in Kapstadt. Dass Swimmingpools leer bleiben, ist noch das kleinste Übel. Die Sparmaßnahmen gehen soweit, dass das Wasser vom Zähneputzen oder Haare waschen aufgefangen und ein weiteres Mal für die Spülung der Toiletten verwendet wird.

Seit drei Jahren hält eine verheerende Dürre in Südafrika an. Die Angst vom „Day Zero“, an dem in der Millionenmetropole Kapstadt das Wasser abgedreht wird, beherrscht die Bevölkerung.

Intelligentes Wassermanagement

In Kapstadt wurde der Wasserverbrauch seit Beginn der Dürre um 60% reduziert. In Mitteleuropa blicken wir aktuell auf eine relativ entspannte Situation. Damit dies auch so bleibt ist ein frühes Handeln notwendig.

Für den Tourismusort Obertauern wurde daher nun ein intelligentes Wassermanagementsystem entwickelt. Bevölkerung, Tourismus, Skipistenbetreiber und auch Moore eines Natura 2000 Gebiets erheben Anspruch auf die beschränkte Ressource Wasser.

Eine Messstelle in Obertauern. (Bildquelle: Microtronics)

Mit 39 Stationen wird nun das Wasserdargebot und der Wasserverbrauch überwacht und gesteuert. Trinkwasser- und Beschneiungsanlagen werden ebenso mit dem intelligenten Wassermanagementsystem verbunden wie Durchflüsse von Fließgewässern, der Grundwasserpegel und die Moore.

Die für die Überwachung und Steuerung eingesetzte Lösung basiert auf der Microtronics Technologie. Die Geräte zur Aufzeichnung, Übertragung und Steuerung greifen ineinander und wurden von der cell GmbH zu einem intelligenten Wassermanagementsystem mit vielfältiger Funktionalität verbunden.

Mit der Technologie von Microtronics hat die cell GmbH ein intelligentes Wassermanagementsystem in Obertauern geplant und installiert. (Bildquelle Microtronics)

Mit der integrierten SIM Karte ist vor Ort kein WLAN notwendig, das an oft abgelegenen Messstellen ohnehin schwer zu finden ist. Die Geräte greifen somit nicht in bestehende IT-Systeme ein.

Die Daten werden gesammelt auf der zentralen Serveroberfläche angezeigt. (Bildquelle: Microtronics)

Auf der zentralen Managementplattform erhalten die Benutzer online zu jeder Zeit Einsicht in ihre Daten und eine detaillierte Darstellung des aktuellen Wasserdargebots und des Wasserverbrauchs. Dies ermöglicht eine stationsübergreifende Steuerung und führt zu einer transparenten Darstellung.

Frühes Handeln erstrebenswert

Intelligente Wassermanagementsysteme wie jenes in Obertauern zeigen, dass ein frühes Handeln absolut sinnvoll ist. Durch das Monitoring wird die aktuelle Situation transparent dargestellt. Aus den historischen Aufzeichnungen können Learnings für die Zukunft und Handlungsmöglichkeiten generiert werden.

Denn letzten Endes ist ein vorausschauendes Handeln basierend auf umfangreiche Informationen  einfacher und nachhaltiger, als ein Handeln aus einer Bedrängnis- oder Notsituation heraus.

Video zum Projekt "Wassermanagement Obertauern":

Über den Autor

Martin Buber

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Business Development Manager, Microtronics Engineering GmbH