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Studentenprojekt

Intelligenter Rasentraktor mäht autonom

| Redakteur: Katharina Juschkat

Masterstudenten der Fachhochschule Bingen bauen einen herkömmlichen Rasentraktor um und konstruieren einen autonom fahrenden, automatisierten Traktor. Erste Tests erweisen ihn als praxistauglich.

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Stolz präsentieren (v.l.) Lars Schmid, Benjamin Stahl, Daniel Stegmann, Michael Schwenk und Marvin Uhr das Teamergebnis - hier die Raspberry-Pi-Variante des Traktors.
Stolz präsentieren (v.l.) Lars Schmid, Benjamin Stahl, Daniel Stegmann, Michael Schwenk und Marvin Uhr das Teamergebnis - hier die Raspberry-Pi-Variante des Traktors.
(Fachhochschule Bingen)

Schöne Rasenplätze, aber zu wenige Helfer für die Pflege – das Dilemma vieler Sportvereine war der Auslöser für das Studentenprojekt im Fach Industrie- und Gebäudeautomatisierung. So stellten sich zwei jeweils 16-köpfige Studententeams der FH Bingen der Herausforderung, aus einem handelsüblichen Rasentraktor einen intelligenten und autonom mähenden Rasentraktor zu konstruieren. Erste Testläufe auf dem Campusgelände hat der Rasenmäher gerade bestanden.

Praktischer Einsatz durchaus denkbar

„Schon die ersten Prototypen hinterlassen einen guten Eindruck. Clever sind die Ansätze und Detaillösungen“, sagt Professor Dr. Helmut Herrmann über das Projekt der Masterstudenten. „In solchen Projekten wird theoretisches Wissen im Team zum praktischen Erfolgserlebnis. Beiden Studentengruppen ist das gut gelungen.“ Nach Verbesserungen und weiteren Tests hält Hermann den praktischen Einsatz des autonomen Traktors auf Sportplätzen oder großen Rasenflächen für durchaus denkbar.

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Getreu dem Motto von Student Lars Schmid „Wir haben keine Probleme, nur Lösungen“ hatten sich die zwei Arbeitsgruppen der Herausforderung gestellt. Der Idee folgten Planung, Entwicklung und Konstruktion, Beschaffung sowie die Umsetzung in entsprechenden Teams. Ideengeber, Manager, Einkäufer, Mechaniker und Programmierer arbeiteten Hand in Hand. GPS-gestützte Steuerung, Sensoren und Aktoren, Displayanzeigen und insbesondere Softwareprogramme waren die wesentlichen Zutaten.

Schutzvorrichtungen sorgen für Sicherheit im Einsatz

Das Herz der Entwicklung, die Steuerung, realisierte eine Gruppe auf der Basis eines Arduino-Mikrocontrollers, während die andere Gruppe einen Raspberry-Pi-Mini-PC favorisierte. Großen Aufwand erforderte neben der Realisierung der Lenkung die Programmierung. Die Softwareexperten waren stark eingebunden. Statt eines Fahrers sind Schaltkästen, Batterien, Kabel, Sensoren und eine Antriebskette verbaut.

Der Traktor orientiert sich über GPS und Kompass. Nachdem der Traktor vier beliebige Eckpunkten abgefahren hat, mäht er programmgesteuert die innenliegende Fläche und weicht Hindernissen aus. Diverse Schutzvorrichtungen sorgen für die Sicherheit im Arbeitseinsatz, unter anderem Ultraschall- und Farbsensoren und Notschalter. Von handelsüblichen automatisierten Rasenmähern unterscheidet sich die Entwicklung durch einen stärkeren Motor, höhere Flächenleistung mit über 10.000 m2 und variabler Schnitthöhe. (kj)

Dieser Beitrag erschien zunächst auf unserem Partnerportal Elektrotechnik

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