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Future Mobility Intelligente, digitale Mobilitätslösungen für die Metropolregion Hamburg

Autor / Redakteur: Stefanie Terp* / Sebastian Human

Ein neues Forschungsprojekt widmet sich der Zukunft der Mobilität und konzentriert sich dabei auf die Metropolregion Hamburg. Im Zentrum der insgesamt elf Teilprojekte steht eine zentrale Frage.

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Innerhalb des Forschungsprojekts vergleichen die Forschenden verschiedene Mobilitätskonzepte.
Innerhalb des Forschungsprojekts vergleichen die Forschenden verschiedene Mobilitätskonzepte.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

In dem Projekt RealLabHH erforschen rund 30 Projektpartner*innen, darunter auch Wissenschaftler*innen der TU Berlin, die Zukunft der Mobilität. Auf Initiative der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) werden insgesamt elf Teilprojekte bearbeitet, die helfen sollen, die folgende Frage besser zu beantworten: Wie kann die Digitalisierung das Verkehrssystem nachhaltiger, sicherer, komfortabler und zuverlässiger gestalten? Dies gilt gleichermaßen für den Personen- wie für den Warenverkehr, sei es im ländlichen Raum mit seinen spezifischen Mobilitätsanforderungen oder im urbanen Zusammenhang.

Insgesamt wird das RealLabHH mit rund 21 Mio. Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Rund 490.000 Euro davon fließen in das Teilprojekt der TU Berlin. Die gebündelten Erkenntnisse aus dem Reallabor werden auf dem World Congress on Intelligent Transport Systems (ITS-Weltkongress) in Hamburg im Oktober 2021 vorgestellt.

Projektpartner auf Seiten der TU Berlin ist das Fachgebiet Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik von Prof. Dr. Kai Nagel; ein weiterer Projektpartner ist Prof. Dr.-Ing. Michael Ortgiese, Leiter des Fachgebiets Verkehrs- und Mobilitätsmanagement der TU Berlin.

„Im Rahmen des Teilprojektes erstellen wir ein umfassendes Verkehrsmodell für die Metropolregion Hamburg. Innerhalb dieses Modells testen wir die verschiedenen Mobilitätskonzepte, die im Rahmen des Gesamtprojektes von den Projektpartner*innen entwickelt werden. Das könnten zum Beispiel neue Ride-Sharing-Angebote oder Preissysteme sein. Mit dem Modell lässt sich die Frage beantworten, wie sich diese Konzepte auf die gesamte Mobilität in Hamburg auswirken“, erläutert Dr. Ihab Kaddoura, Projektleiter aus dem Fachgebiet von Kai Nagel.

Sinnvolle Mobilitätsangebote testen

Das Gesamtziel des Teilvorhabens ist die Verknüpfung technischer und konzeptioneller Entwicklungen der verschiedenen Projektpartner*innen zu sinnvollen Mobilitätsangeboten. Diese werden dann in das gesamte Verkehrsmodell für die Metropolregion Hamburg übertragen und innerhalb dieses Modells bezüglich ihrer Wirkungen auf das Verkehrssystem und die Umwelt untersucht.

„Konkrete Wirkungsanalysen und Handlungsempfehlungen für automatisierte und vernetzte Mobilitätskonzepte sind ein wesentliches Ziel unseres Teilvorhabens“ so Ihab Kaddoura. „Zusätzlich geht es aber auch darum, das entwickelte Modell der Metropolregion Hamburg als Planungstool für zukünftige verkehrs- oder stadtplanerische Maßnahmen zu etablieren.“

Verkehrsübergreifender Modellierungsansatz

Der Vorteil des verkehrsträgerübergreifenden Modellierungsansatzes: Er erlaubt die Anwendung auf Planungsfragen innerhalb des öffentlichen Verkehrs, des Straßenverkehrs sowie im Kontext intermodaler Angebote und innovativer Mobilitätskonzepte (zum Beispiel Ride-Sharing). „Damit kann unser Modell zu einer zukunftsorientierten, nachhaltigen und kosteneffizienten Gestaltung des Verkehrsangebots beitragen und bei Bedarf auch auf andere Städte übertragen werden“, so Kai Nagel.

* Stefanie Terp arbeitet in der Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni der Technischen Universität Berlin.

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