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Produktentwicklung

Intelligente Assistenzsysteme für Audi, Porsche und VW

| Redakteur: Sebastian Human

Gemeinsam mit den Partnern Sidact und dem Fraunhofer-Institut SCAI startete Scale am 01. Oktober ein Forschungsprojekt zur Virtuellen Produktentwicklung mittels intelligenter Assistenzsysteme. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt die nächsten drei Jahre.

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Intelligente Assistenzsysteme, die auf Methoden des maschinellen Lernens zurückgreifen, könnten zukünftig bei der virtuellen Produktentwicklung wertvolle Zeitersparnis bedeuten.
Intelligente Assistenzsysteme, die auf Methoden des maschinellen Lernens zurückgreifen, könnten zukünftig bei der virtuellen Produktentwicklung wertvolle Zeitersparnis bedeuten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Um Ingenieure zukünftig bei der simulationsbasierten, virtuellen Produktentwicklung zu unterstützen, hat sich das Projektteam zum Ziel gesetzt, Assistenzsysteme zu entwickeln, die sich künstlicher Intelligenz beziehungsweise Machine-Learning-Ansätzen bedienen. Diese intelligenten Assistenzfunktionen sollen zukünftig Berechnungsingenieure bei komplexen Entscheidungen im Entwicklungsprozess mit Rat und bei standardisierten Routineaufgaben mit Tat unterstützen.

Zweistufige Entlastung der Ingenieure

Konkret geht es im Projekt Virtuelle Produktentwicklung mittels intelligenter Assistenzsysteme (ViPriA) um zwei essentielle Stufen des Entwicklungsprozesses, bei denen Berechnungsingenieure fortan auf die Hilfe des smarten Systems zurückgreifen können. Zum einen soll ein intelligentes Assistenzsystem beim Erstellen einer numerischen Simulation mit Designvorschlägen unterstützen, was für die verantwortlichen Ingenieure eine spürbare Zeitersparnis bedeuten könnte. Zum anderen ist eine sukzessive Automatisierung der Analyse komplexer Simulationsergebnisse geplant. Durch eine Anomalieerkennung soll das System befähigt werden, dem Anwender Feedback zu unerwartetem Verhalten von Simulationen zu geben. Die Auswertung der Simulationsergebnisse bleibt dabei nicht auf die Auswertung von skalaren Funktionsgrößen beschränkt. Es soll ebenfalls in der Lage sein, von der Norm abweichendes beziehungsweise unerwünschtes Systemverhalten zu identifizieren und dieses visuell aufzubereiten.

Die technologische Basis für diese Weiterentwicklungen bildet das SDM-System (Simulationsdatenmanagement) von Scale, dessen Applikationen aktuell bereits bei verschiedenen deutschen Automobilkonzernen im Praxiseinsatz sind. In einem nächsten Schritt ist geplant, die Ergebnisse des Forschungsprojekts in die Entwicklung einer neuartigen Produktgeneration, die voll integriert sein wird, fließen zu lassen.

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