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SMM InnovationsForum 2017 Industry 4.0 – Schunk goes digital

Redakteur: Silvano Böni

Die Produktionsautomatisierung im Sinne der Industrie 4.0 erfordert ein Umdenken. Moderne Applikationen müssen eine Flexibilisierung der Prozesskette ermöglichen und das Gesamtsystem mit detaillierten Prozessdaten versorgen. Intelligente Feldkomponenten sind daher Pflicht.

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Der smarte Schunk-EGL ist für flexible und effiziente Handhabungsprozesse konzipiert. Er lässt sich auch zur intelligenten Prozessüberwachung einsetzen.
Der smarte Schunk-EGL ist für flexible und effiziente Handhabungsprozesse konzipiert. Er lässt sich auch zur intelligenten Prozessüberwachung einsetzen.
(Bild: Schunk)

Drei Aspekte kennzeichnen den Weg zur Industrie 4.0: Erstens, eine umfassende Kommunikation aller beteiligten Komponenten. Zweitens, eine hohe Transparenz auf Anlagen-, Komponenten-, Leittechnik- und Unternehmensebene. Drittens, eine flexible Reaktion auf externe und interne Ereignisse. Vor allem die Sensorik wird in Handhabung und Montage weiter an Bedeutung gewinnen. Schon heute liefern Schunk-Greifer mithilfe von Einpunkt-Magnetschaltern Informationen darüber, ob ein Teil gegriffen ist oder nicht. Die Tiefe dieser Informationen wird künftig rasant wachsen, denn letztlich ist der Greifer das Modul, das closest-to-the-part als erstes nach der Bearbeitung mit dem Werkstück Kontakt hat. Er wird in Zukunft die erforderliche Intelligenz besitzen, um zu erkennen, ob Vorgaben wie Toleranz, Gewicht oder Dimensionen eingehalten werden.

Schon heute lässt sich mit dem analogen Schunk-Positionssensor MMS-A der gesamte Hubbereich eines Greifers erfassen, so dass unterschiedlich grosse Teile präzise detektiert werden können. Noch weiter gehen hochauflösende, analoge Sensoren wie der Schunk APS-M1, der während des Handlings prozessintegriert eine Teilevermessung mit einer Präzision von bis zu 0,03 mm ermöglicht und beliebig viele Toleranzbereiche unterscheiden kann. Auf Kraft und Position regelbare Mechatronikgreifer, wie der Schunk EGL, ermöglichen eine dezentrale Steuerung auf Komponentenebene und ein präzises Condition Monitoring. Sie eignen sich zur Überwachung der Prozess­parameter, zum Beispiel der Grösse des gegriffenen Bauteils, zur dezentralen Qualitätssicherung und zur Dokumentation von Qualitätskriterien. Hierzu werden die einzelnen Komponenten via Feldbus oder Ethernet miteinander sowie mit der übergeordneten Anlagensteuerung zu einem cyber-physikalischen System verbunden. Sämtliche Prozessschritte können in Echtzeit überwacht und sowohl der SPS als auch übergeordneten Ebenen, wie etwa einem ERP-System oder Data Analytics Tool, zur Verfügung gestellt werden.