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DXC befragt 100 Manager

Industrie 4.0 - Wo steht die Schweiz?

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Mehrheit der Schweizer Industrie-Manager hält Industrie 4.0 für wichtig, sieht darin aber in erster Linie ein Rationalisierungsinstrument. Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle kommt nach einer Umfrage von DXC Technology hingegen zu kurz.

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Wie weit ist die Schweizer Industrie bei der Digitalisierung? DXC Technology hat nachgefragt.
Wie weit ist die Schweizer Industrie bei der Digitalisierung? DXC Technology hat nachgefragt.
( Bild: Pixabay / CC0 )

Typisch für den Schweizer sei seine Abneigung gegenüber Neuem, war vor ein einiger Zeit in einer Kolumne ("11 Schweizer Marotten") der Online-Zeitung watson.ch zu lesen. Pauschalierungen dieser Art sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, was auch die Schreiberin des Artikels einräumt. Doch was das Thema Industrie 4.0 anbelangt, scheint ein Körnchen Wahrheit in dieser Behauptung zu liegen.

Schweizer Industrie hält an traditionellen Denkmustern fest

So halten zwar 70 Prozent der Schweizer Industrie-Manager die Transformation zur Industrie-4.0 für wichtig, um künftig nicht vom Markt verdrängt zu werden. Doch auf dem Weg in die digitale Praxis zeigen sich Schwächen: Die Unternehmen in der Eidgenossenschaft, so eine Umfrage des weltweit tätigen IT-Dienstleisters DXC Technology, halten stark an traditionellen Denkmustern fest und versäumen dabei, neue Geschäftsmodelle konsequent zu entwickeln. DXC Technology hatte 100 Industrie-Manager in der Schweiz zu den Chancen und Risiken der smarten Fabrik der Zukunft befragt.

„Die digitale Transformation in der Industrie fordert neue Strategien abseits der klassischen Entscheidungen im Management“, erklärt Liliana Scheck, General Manager von DXC Technology Schweiz. „Wie unsere jüngste Industrie-4.0-Studie zeigt, wollen die eidgenössischen Unternehmen digitale Innovationen in erster Linie nutzen, um damit Wertschöpfung ganz herkömmlich zu optimieren. Die Chancen, wirklich neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, kommen dabei zu kurz.“

Das Silicon Valley ist ganz weit weg vom Röstigraben

Vor diesem Hintergrund steht die Kostenoptimierung an erster Stelle, wenn es den Schweizer Industrie-Managern um den internen Einsatz digitaler Technologien geht (65 Prozent). Nicht einmal acht Prozent der Befragten hingegen können sich für Ansatz erwärmen, mit Industrie 4.0 innerhalb der Firma eine Art Start-Up-Mentalität zu entwickeln, um auf dem Markt zu völlige neuen Ufern zu streben. Das stehe in deutlichem Gegensatz zu digital nativen Firmen, so die Studie von DCX Technology, wo sich Strategen (aus dem Silicon Valley) das "disruptive Credo" auf die Fahnen geschrieben hätten und damit systematisch Zulieferung, Kundenservice und andere Geschäftsbereiche revolutionierten.

Eine ähnliche Zurückhaltung in der digitalen Umsetzung zeigten die Schweizer Manager an den Schnittstellen zu externen Partnern, die es für Industrie 4.0 aufzubauen gelte: Nur eine Minderheit denkt bereits konkret darüber nach, an automatisierten Lieferketten teilzunehmen zu wollen oder zu können (24 Prozent), den eigenen Einkauf und Vertrieb zu automatisieren (33 Prozent) oder in Roboter und vernetzte Maschinen zu investieren (31 Prozent).

"Die rasanten digitalen Entwicklungen, die wir derzeit im Bereich der Industrie erleben, sind tiefgreifender und schneller als vieles, was wir in der Welt der Informationstechnologie bis jetzt gesehen haben", sagt Liliana Scheck. Die vernetzte Industrie mit der großen Verfügbarkeit von Daten in Echtzeit biete den Unternehmen viele Chancen, so die Chefin von DXC Technology Schweiz.

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