Harting Industrie 4.0 wird bei Harting zur Realität

Die Harting-Technologiegruppe treibt im Zuge der Digitalisierung die Entwicklung von Integrated-Industry-Lösungen mit Hochdruck voran.

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Rinspeed-Fahrzeug Etos und Mica von Harting.
Rinspeed-Fahrzeug Etos und Mica von Harting.
(Bild: Harting)

Automation – rs. „Wir werden auf der Hannover-Messe Ende April überzeugende Lösungen aus einer Hand anbieten“, sagt Philip Harting, Vorstandsvorsitzender und persönlich haftender Gesellschafter. Im Mittelpunkt werde das von der Schweizer Autoschmiede Rinspeed gefertigte Konzeptfahrzeug „Etos“ stehen, das bei der Emissions- und Zustandsüberwachung auf die von Harting entwickelte modulare Computer-Plattform Mica setzt – ein echter Eyecatcher und zugleich ein faszinierender Ausblick auf vollständig vernetzte Mobilitätskonzepte von morgen, heißt es.

Smart Factory

Ein weiteres Highlight werde die Smart Factory von Harting sein, die HAII4You-Factory. Diese werde gerade modifiziert und dann in knapp drei Monaten als Update auf der weltgrößten Messe das Konzept Industrie 4.0 wieder erlebbar machen. Damit positioniere sich Harting als Wegbereiter des technischen Wandels und als kompetenter Komponenten-, Applikations- und Systemanbieter. „Das Thema Industrie 4.0 hat innerhalb von zwei Jahren rasant an Fahrt aufgenommen. Es werden sich weltweit Prozesse, Geschäftsmodelle und Branchen durch die fortschreitende Digitalisierung verändern. Wir bieten dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen und begleiten ihn auf diesem Weg“, so Harting weiter.

Integrated Industry

Er lädt alle Kunden und Messebesucher ein, die neuen Lösungen und Produkte am Harting-Stand (Halle 11, Stand C 13) zu entdecken, getreu dem diesjährigen Motto der Hannover-Messe „Integrated Industry – Discover Solutions“.

Der intelligente Mini-Industrie-Computer Mica veranschauliche, wie Antriebs- und Motorendaten kontinuierlich erfasst und übermittelt werden können – und dann von einer unabhängigen und neutralen Stelle (Dekra) ausgewertet und aufbereitet werden, so wie es der Kunde und der Vertragspartner vorab vereinbart haben. „Am Beispiel des Etos zeigen wir, wie vielfältig und eigentlich ‚bunt‘ unsere Harting-Mica ist, und wie breit ihr Anwendungsspektrum“, so Harting.

Selbst entwickelte Galvanikanlage

Für Harting hört das Thema Industrie 4.0 jedoch nicht bei der Produktion von Industrie-4.0-Komponenten auf. Das Unternehmen verwendet diese Komponenten auch in der eigenen Fertigung. Und wer die neue, von Harting für den eigenen Bedarf selbst entwickelte Galvanikanlage gesehen hat, weiß die Vorteile von Integrated Industry zu schätzen. Die Anlage ist im Sinne von Industrie 4.0 wesentlich schneller umrüstbar und durch verschiedene technische Maßnahmen – die Steuerung kann dabei auch über Smart Devices erfolgen –, verbraucht sie deutlich weniger teure Werkstoffe wie beispielsweise Gold.

Was den Umsatz der gesamten Technologiegruppe angeht – er lag 2014/15 bei 567 Mio. Euro –, ist der Unternehmer zuversichtlich: „Wir haben uns für dieses Jahr 5 % Wachstum vorgenommen. Das halte ich für realistisch.“

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