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Von Revolution zu Revolution

Industrie 4.0 = schöner arbeiten?

| Redakteur: Hendrik Härter

Aktuell verändert Industrie 4.0 unsere Arbeitswelt. Roboter übernehmen Routinearbeiten und sind vernetzt. Trotzdem: Das Fachwissen der Menschen ist mehr denn je gefragt – auch in Zukunft.

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Roboter und Mensch arbeiten zusammen: In einer zunehmend komplexeren Arbeitswelt kommt es auf Fachwissen an.
Roboter und Mensch arbeiten zusammen: In einer zunehmend komplexeren Arbeitswelt kommt es auf Fachwissen an.
(Bild: pixabay / CC0)

Massive gesellschaftliche Veränderungen kamen meist als Revolution. Auch die Industrie hat bereits einige Revolutionen hinter sich, die für umfassende Veränderungen in der Arbeitswelt gesorgt haben. Damit einher ging auch immer die Angst um den Verlust von Arbeitsplätzen. Als Anfang des 18. Jahrhunderts die Dampfmaschine entwickelt wurde, begann das Zeitalter der Industrie 1.0. Schwere und körperlich anstrengende Muskelarbeit von Mensch und Tier wurde jetzt durch Maschinen unterstützt. Gleichzeitig mussten die neuen Maschinen gewartet und bedient werden. Es entstanden völlig neue Arbeitsplätze. Damit einhergehend stiegen die Produktions- und Transportkapazitäten an.

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Automationssysteme übernehmen die monotone Arbeit

Die Automobilindustrie und vor allem der Unternehmer Henry Ford ebneten den Weg für die 2. Industrielle Revolution. Dank der Fließbandarbeit lassen sich Massengüter, wie eben das Automobil, zu einem erschwinglichen Preis fertigen. Doch wenn Fließbandarbeit auf den ersten Blick recht monoton aussieht, erfordert sie eine extreme Arbeitsteilung und damit eine organisatorische Höchstleistung. Allerdings hat die monotone Arbeit auch einen entscheidenden Nachteil: Der Arbeiter am Band benötigt nur eine vergleichsweise geringe Qualifikation.

Mehr und mehr spezialisieren sich Produktionsprozesse und die Automation übernimmt monotone Aufgaben, um schließlich den Menschen zu entlasten. Mitte der 1970er Jahre hat die Mikroelektronik einen erneuten Wandel in der Industrie herbeigeführt: Industrie 3.0. Zu dieser Zeit kamen die ersten programmierbaren Steuerungen auf den Markt. Routinearbeiten werden von Maschinen erledigt und die Produktivität steigt. Anspruchsvolle Massenprodukte sind erschwinglich geworden.

Fachwissen ist stärker gefragt

Geht man konsequent den Weg weiter, dann vernetzt man die Maschinen untereinander und auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Jetzt spricht man von Industrie 4.0: Ihr Merkmal: Die Produktion wird flexibel und lernfähig. Die Produktionsprozesse werden von den Maschinen autark organisiert. Im Mittelpunkt steht der Mensch, der die Maschinen dirigiert und mit Robotern zusammenarbeitet. Vergleicht man diese Form der Arbeit mit der Fließbandarbeit, so ist jetzt ein hohes Qualifikationsniveau notwendig. „Die Botschaft lautet: Raus aus dem Silodenken. Nur so kann interdisziplinäres Arbeiten und dessen Management im Unternehmen funktionieren“, so Andrea Veerkamp-Walz, Expertin für Personal- und Innovationsmanagement beim Maschinenbauverband VDMA, im Rahmen des Kongresses "Führung im digitalen Zeitalter".

Was folgt als nächstes? Eine Fabrik ganz ohne Menschen, in der vollautomatische Roboter und Maschinen arbeiten und ein einsamer Kontrolleur wacht über ein Display über alles? Sicher ist, dass künftig das Fachwissen mehr denn je gefragt sein wird. Auch wenn Künstliche Intelligenz und intelligente Algorithmen weiter an Fahrt aufnehmen, so ist es doch der Mensch, der die Kundenbedürfnisse kennt und ein Gespür für neue Trends und Entwicklungen hat.

Technische Revolutionen schaffen höherwertige Arbeitsplätze

Das sagt auch der VDMA: Bis zum Jahr 2025 wird im Maschinenbau eine Rekordbeschäftigung herrschen. Auch wenn die vier bisherigen Revolutionen in der Industrie immer für tiefgreifende Veränderungen gesorgt haben; jedes Mal entstanden mehr neue und höherwertige Arbeitsplätze.

Der Beitrag ist mit Material des VDMA entstanden.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf unserer Schwesterplattform Elektronikpraxis.

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