Umfrage Industrie 4.0 ist im produzierenden Gewerbe angekommen

Quelle: Pressemitteilung

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Insgesamt setzen 90 Prozent der befragten Unternehmen auf Industrie 4.0. Dafür investieren sie im Schnitt etwa 6 Prozent ihres gesamten Jahresumsatzes.

Daten sammeln, auswerten und Erkenntnisse davon für die moderne Produktion ableiten: Industrie 4.0 ist im produzierenden Gewerbe nicht mehr wegzudenken.
Daten sammeln, auswerten und Erkenntnisse davon für die moderne Produktion ableiten: Industrie 4.0 ist im produzierenden Gewerbe nicht mehr wegzudenken.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com )

Der Digitalverband Bitkom hat in einer aktuellen Umfrage deutsche Unternehmen zu Industrie 4.0 befragt. Dabei kam laut einer Mitteilung heraus, dass sich mittlerweile fast alle Unternehmen damit auseinandersetzen oder Industrie-4.0-Anwendungen schon implementiert haben. 81 Prozent der Unternehmen sagen außerdem, dass Industrie 4.0 zu einer nachhaltigeren Produktion beiträgt. Bitkom selbst schätzt, dass im Jahr 2033 mit dem Einsatz von digitalen Technologien allein in Deutschland bis zu 64 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden können. Das seien 17 Prozent der insgesamt geplanten CO2-Einsparungen im Rahmen des Klimaziels 2030, so Bitkom.

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Die Umfrage habe außerdem ergeben, dass mittlerweile jedes zweite Unternehmen digitale Marktplätze nutzt, um Produkte und Dienstleistungen einzukaufen oder zu verkaufen. Weitere 17 Prozent planen, dies noch in diesem Jahr zu etablieren. Virtual und Augmented Reality ist bereits in 31 Prozent der Unternehmen im Einsatz, heißt es weiter, während 19 Prozent einen solchen Einsatz planen. Auch beim Mobilfunkstandard 5G plant laut Bitkom jedes zweite Unternehmen eine Nutzung der Technologie oder nutzt diese bereits.

Hürden beim Einsatz von KI

Künstliche Intelligenz nutzen 38 Prozent der befragten Unternehmen. 66 Prozent dieser Nutzer automatisieren mithilfe von KI Prozesse, 64 Prozent nutzen sie für die Datenanalyse und 35 Prozent wenden beide Möglichkeiten an. Für jedes vierte Unternehmen ist KI jedoch noch gar kein Thema. Gründe dafür sind laut Bitkom eine mangelnde Datengrundlage (42 Prozent), der hohe Aufwand bei der Implementierung (40 Prozent), fehlende Standards (36 Prozent) und der Zertifizierungsprozess (32 Prozent). 28 Prozent haben ethische Gründe als Hürde angegeben.

Der digitale Zwilling kommt laut der Befragung bei 33 Prozent der Unternehmen zum Einsatz. Bitkom geht außerdem davon aus, dass die Bedeutung der Technologie in den nächsten fünf Jahren weiter ansteigen werde. Dennoch sei für 29 Prozent der Befragten der Einsatz eines digitalen Zwillings derzeit kein Thema. 51 Prozent fehlen dafür die Daten, 38 Prozent benötigen mehr Standards und 23 Prozent können die Wirtschaftlichkeit nicht einschätzen.

Mittelstand hat Nachholbedarf

IoT-Plattformen, mit denen Daten, Produkte, Maschinen oder Prozesse vernetzt werden können, setzen 35 Prozent der produzierenden Unternehmen ein und fast genauso viele (30 Prozent) planen dies, so Bitkom. 49 Prozent sehen darin das Remote Monitoring als größten Vorteil. 42 Prozent haben die Beschleunigung von Prozessen als Vorteil angegeben, 39 Prozent sehen Potenziale für Predictive Maintenance.

Bei all diesen Technologien hat laut Bitkom vor allem der Mittelstand Nachholbedarf. 58 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten bezeichnen sich als Nachzügler, 30 Prozent als Vorreiter. Bei Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sehen sich 37 Prozent als Nachzügler. Das größte Hemmnis, Industrie 4.0 zu etablieren, sind nach Selbstauskunft der Unternehmen fehlende finanzielle Mittel (81 Prozent). 84 Prozent der Befragten fordern deshalb steuerliche Impulse, um Investitionen in die Industrie 4.0 anzuschieben. 82 Prozent wünschen sich zudem mehr Rechtssicherheit beim Datenaustausch mit anderen Unternehmen.

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