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Expertenbeitrag

Annedore Bose-Munde

Annedore Bose-Munde

Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik

Smart Factory

Industrie 4.0: Individueller Materialfluss mit der Smart Factory

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Mit dem Übertragen des Gedankens einer Smart Factory auf die Logistik entstehen neue Logistiksysteme, die vernetzt sind. Entsprechend muss das Zusammenspiel von Industrie 4.0 und der Transportlogistik für diese Szenarien sichergestellt werden.

Smart Factory schafft neue Ideen für den Teiletransport in der Automobilindustrie

Im mexikanischen San José Chiapa, nordöstlich von Puebla, eröffnete der Automobilhersteller Audi im September 2016 eine neue Produktionsstätte für die Q5-Fertigung. Im zentralen Produktionsleitstand arbeiten insgesamt 105 Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen und kontrollieren die Entstehung des neuen Audi Q5 aus der Vogelperspektive. „Der zentrale P-Leitstand ist der modernste im Audi-Produktionsverbund und steht sinnbildlich für die Audi Smart Factory“, sagt Prof. Dr. Hubert Waltl, Vorstand für Produktion und Logistik bei der Audi AG.

Immer kürzere Fertigungszyklen, eine zunehmende Individualisierung der Produkte und ein geforderter steigender Durchsatz sind beherrschende Themen der Produktion. Das hat auch in der Automobilindustrie Auswirkungen auf die Produktionsprozesse und die angegliederten Logistiksysteme.

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Fest steht: Die für die Produktion benötigten Materialien müssen stets pünktlich, in der geforderten Qualität und flexibel bereitgestellt werden. Hier arbeitet beispielsweise Audi gezielt am Einsatz neuer automatisierter Transportsysteme, die sich dank Laserscannern selbstständig orientieren. Im Güterverkehrszentrum (GVZ), das unmittelbar an das Audi-Stammwerk in Ingolstadt angrenzt, laufen Versuche mit Transportsystemen, wie autonomen Staplern und fahrerlosen Flurförderzeugen (FFFZ). Eine Ergänzung zu diesen neuen Transportsystemen könnten aus Sicht von Audi auch Transportdrohnen sein, die in der Lage sind, dringend benötigte Teile in kürzester Zeit auf dem Luftweg ans Fertigungsband zu bringen. Vor kurzem hat Audi im Werk Ingolstadt an einem arbeitsfreien Tag dazu bereits erfolgreiche Testflüge unternommen.

Standardisierte Schnittstellen für den Datenaustausch schaffen

Industrie 4.0 macht es erforderlich, dass die Unternehmen ihre Betriebsmittel, Maschinen und Logistiksysteme zunehmend in cyber-physischen Systemen vernetzen. Für die daraus entstehende Smart Factory bedeutet das: Die intelligenten Produkte sind identifizierbar, jederzeit lokalisierbar und kennen ihre Historie, ihren aktuellen Zustand sowie die möglichen Optionen auf dem Weg zum Produkt-Finishing. Zudem sind die smarten Produktionssysteme mit betriebswirtschaftlichen Prozessen innerhalb des Unternehmens sowie mit externen Wertschöpfungsnetzwerken vernetzt.

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Annedore Bose-Munde

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