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Covid-19-Pandemie Industrie 4.0: Diese fünf Maßnahmen bringen Industriebetriebe durch die Krise

Autor / Redakteur: Kai Sewald* / Lea Täufer

Fünf geeignete und digitale Maßnahmen zeigen auf, wie sich der Industriebetrieb nicht nur von der aktuellen Krisensituation erholen kann, sondern in Zukunft grundsätzlich robuster gegenüber solchen wird.

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Weltweit sorgt die Corona-Pandemie für wirtschaftliche Krisen. Die Folgen sind deutlich spürbar.
Weltweit sorgt die Corona-Pandemie für wirtschaftliche Krisen. Die Folgen sind deutlich spürbar.
(Bild: unsplash)

Die Covid-19-Pandemie hat in vielen Unternehmen ihre Spuren hinterlassen. Die Produktion musste heruntergefahren oder sogar komplett eingestellt werden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war die reale (preisbereinigte) Produktion im verarbeitenden Gewerbe im Juni 2020 zwar wieder um 8,9 Prozent höher als im Mai 2020, jedoch 11,7 Prozent niedriger als im Juni 2019.

Es ist notwendig, dass Unternehmen mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber weiteren Auswirkungen der Pandemie und anderen Krisen entwickeln, um zusätzliche Verluste zu vermeiden. Dazu muss die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden und Unternehmen - sowie deren Mitarbeiter - remote funktionieren können.

Cognizant Technology Solutions, ein US-amerikanischer IT-Dienstleister, hat dazu fünf Maßnahmen für Industriebetriebe erarbeitet, die die Widerstandsfähigkeit erhöhen:

  • 1. Mehr IoT-fähige Sensoren und Geräte implementieren
    Jedes Gerät und jede Komponente kann potentiell durch das Internet der Dinge in einen Datengenerator verwandelt werden, wodurch eine ganzheitliche Sicht auf die Produktionsabläufe entsteht. Management- oder Visualisierungssysteme, die remote gesteuert und überwacht werden können, machen alle Prozesse transparent. Organisationen profitieren davon, dass Daten dieser Sensoren beispielsweise in Geschäfts- und Engineering-Systeme integriert und dann analysiert werden können. So könnte selbst ein Fließbandausfall vorhergesagt und resultierende Folgen vermieden werden.
  • 2. Produktionsnetzwerke erweitern – mithilfe der Blockchain
    Wenn Systeme tiefer integriert sind, erleichtert das den Einsatz innovativer Technologien, wie der Blockchain. Zum einen kann das Produktionsunternehmen das Netzwerk von Lieferanten auf effizientere und sichere Weise verwalten, zum anderen werden die Unternehmen damit ihre Lieferkette leichter erweitern können, um eine größere Vielfalt und Auswahl bei der Materialbeschaffung zu erreichen. Im Falle einer Krise erhöht das die Widerstandsfähigkeit.
  • 3. Die Vorteile virtueller Arbeitsplätze nutzen
    Schon in vielen Produktionsunternehmen findet man in den Fabrikhallen umfangreiche Fabrik- und Prozessleit-, IT- und ERP-Systeme. Diese Digitalisierung ist bereits eine Grundlage, virtuelle Arbeitsplätze zu errichten. Mit einer Integrationsplattform, die die Daten aus diesen Systemen zusammenführt, können von jedem beliebigen Standort aus granulare Echtzeit-Ansichten der Geschäfte und Prozesse erstellt werden. Dies ermöglicht es, dass Partner Trends erkennen können, sobald diese entstehen. Resultierend kann schnell und besser über den Einsatz von Rohstoffen, Lagerbeständen und Personal entschieden werden. Von diesen raschen Entscheidungen und frühzeitigen Handeln profitiert das Unternehmen dann, wenn beispielsweise der Betrieb in einem Virus-Risikogebiet eingeschränkt und in einem sich erholenden Gebiet wieder hochgefahren wird.
  • 4. Video-Fernüberwachung mit 5G-Standard nutzen
    Wenn ein Prozess unterbrochen wird, können Experten mit Videoanalyse und prädiktivem IoT aus der Ferne alarmiert werden, bei Diagnosen helfen und Reparaturen anweisen. Sogar Ferninspektionen sind möglich. Ein 5G-Netz unterstützt diese Übertragung an einen lokalen Cloud-Endpunkt mit seiner hohen Kapazität und niedrigen Latenzzeit im Mobilfunknetz.
  • 5. Die Einführung von VR/AR-Technologie beschleunigen
    Durch die Pandemie und den damit verbundenen Abstandsregeln kann eine geringere Personenzahl in einer Fabrik arbeiten. Die Kapazitäten können beispielsweise mit Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Lösungen weiterhin vollständig ausgeschöpft werden. So könnte ein Drittel des Personals in der Fabrikhalle arbeiten und der Rest aus der Ferne mithilfe dieser Technologien. Sogar die Wartung von Bohr- oder Fräsmaschinen in der Fabrik könnte von einem Experten mittels AR-Headset remote durchgeführt werden.

Die Digitalisierung als Schlüssel

Die Covid-19-Pandemie ist noch nicht bewältigt. Aber diese Maßnahmen können die Widerstandsfähigkeit der Produktionsunternehmen beträchtlich erhöhen. Dafür ist das Vorantreiben der Digitalisierung im Unternehmen maßgebend, so auch Rohit Gupta, VP und Head of Products & Resources bei Cognizant: „Ein wichtiger Teil dieser Vision ist es, das Unternehmen darauf vorzubereiten, in Zeiten einer Pandemie zu arbeiten. Die Sicherheit der Mitarbeiter und Partner hat oberste Priorität, und gleichzeitig muss für maximale Handlungsfähigkeit gesorgt werden. Technologien in einem Industrie 4.0-Umfeld können einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten und gleichzeitig das Unternehmen in die Lage versetzen, mit größerer Widerstandsfähigkeit und Flexibilität zu arbeiten, um den Anforderungen des Wettbewerbs gerecht zu werden.“

* Kai Sewald ist Consultant im PR- und Social Media-Bereich bei Archetype.

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