Diese drei Startups werden unseren Alltag verändern

ChallengeUp! IoT Accelerator

Diese drei Startups werden unseren Alltag verändern

| Autor / Redakteur: Silke Höffken / Silke Höffken

(Bild: ChallengeUp)

Die Erwartungen an das Internet der Dinge sind groß und immer mehr Unternehmen versuchen, sich rechtzeitig im Markt zu positionieren. Dabei sind es vor allem Startups, die die Entwicklung des IoT durch fortwährende Innovation und Disruption vorantreiben. Mit Cisco, Intel und der Deutschen Telekom widmen sich nun drei große IoT-Player der gemeinsamen Mission, die nächsten Pioniere der Branche zu fördern.

Zu Beginn des Jahres verkündeten Intel, Cisco und die Deutsche Telekom, einen gemeinsamen Wettbewerb für Startups zu veranstalten. Angesprochen wurden junge Firmen, die kreative Projekte rundum das Internet der Dinge, aber auch hinsichtlich benachbarter Themenbereiche wie Konnektivität, Big Data, Cloud Computing oder Connected Smart Solutions entwickeln. In den folgenden Monaten nahmen mehr als 300 Unternehmen aus über 40 Ländern an dem Wettbewerb teil. Zwölf der Bewerber wurden schließlich aufgrund ihrer besonders innovativen Ideen für das IoT Accelerator-Programm ausgewählt. Diesen zwölf Siegerteams wurden Mentoren aus den drei Expertenunternehmen zur Seite gestellt, deren Aufgabe es sein würde, die Startups sowohl bei der Entwicklung neuer Technologien, als auch beim Verkauf der Produkte zu coachen. Außerdem wählte jede Firma einen „joint use case“ aus - ein spezifisches Projekt, das die Startups und ihre jeweiligen Mentoren in den folgenden Monaten gemeinsam entwickeln würden. Diese letzte Phase des Wettbewerbs ist nun abgeschlossen und die Teams und ihre Berater sind bereit, ihre gemeinsamen Projekte beim ChallengeUp! IoT Accelerator Demo Day am 29. November in Berlin zu präsentieren. Wir nehmen den Innovationsgipfel zum Anlass, die aus unserer Sicht spannendsten Sieger-Startups, ihre Produkte sowie ihre jeweiligen „joint use cases“ vorzustellen.

VisionLabs

Das russische Startup VisionLabs ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung von Gesichtserkennungstechnologien. Gegründet im Jahr 2012, hat VisionLabs innerhalb kürzester Zeit internationale Konzerne und staatliche Institutionen als Kunden und Kooperationspartner gewonnen. Heute ist VisionLabs mit zwei Produkten am Markt. Beide Lösungen basieren auf Computer Vision und Deep Learning und können in verschiedensten Anwendungsumgebungen zum Einsatz kommen. Zielsektoren sind neben der Finanzbranche besonders der Einzelhandel und die Sicherheitsindustrie.

LUNA

Durch die Gesichtserkennungssoftware LUNA können Anwender Gesichtsaufnahmen in Echtzeit aus einem Videostream extrahieren und umgehend verarbeiten. Auf diese Weise können Kunden innerhalb von Sekunden identifiziert und überprüft werden. Anwendung findet das System besonders bei Banken und im Einzelhandel. Hier kann LUNA beispielsweise dabei helfen, internen oder externen Kreditbetrug zu verhindern, loyale Kunden zu erkennen und die Kundenbetreuung zu beschleunigen.

Face_iS

Face_iS ist ein Cloud Service, der den Anwendern ebenfalls dabei hilft, Kundengesichter in Echtzeit zu erkennen. Anders als bei LUNA werden diese Bilder jedoch nicht allein zur Identifizierung und Validierung genutzt, sondern zugleich auch mit der Historie der Kunden verknüpft. Auf diese Weise können Verkäufer unmittelbar nachdem der Kunde ein Geschäft betritt, Aussage darüber machen, welche Produkte der potentielle Käufer in der Vergangenheit erworben hat und welche Marken er bevorzugt. So kann die Betreuung des Kunden optimal auf dessen Bedürfnisse abgestimmt werden.

Joint Use Case

VisionLabs arbeitet im Rahmen des Challenge Up! IoT-Accelerator Programms an einem Produkt, das dem Bereich Konnektivität zugerechnet wird und Anwendung im Einzelhandelssektor finden soll. In das Produkt integriert werden neben den Plattformen der Deutschen Telekom auch die DT Cloud of Things. Außerdem soll die neue Technologie durch Intel Prozessoren unterstützt und in der Cisco Spark Communications Plattform realisiert werden.

Erfahren Sie mehr unter VisionLabs.

eParkomat

Das tschechische Startup eParkomat hat als erstes Unternehmen einen Algorithmus entwickelt, mit dessen Hilfe die Parksituation in Städten mit sehr hoher Genauigkeit und in Echtzeit vorausgesagt werden kann. Der jungen Firma zu Folge verbringt ein Autofahrer jede Woche durchschnittlich 80 Minuten mit der Parkplatzsuche. Das verursacht Kosten und belastet die Umwelt. Grund ist auch, dass Städte nicht über notwendige Ressourcen verfügen, um Autofahrer über die aktuelle Parksituation zu informieren. Sensoren sind kostspielig und zentralisierte Online-Statistiken existieren nicht. Außerdem haben Städte oftmals Schwierigkeiten, Gebühren für kostenpflichtige Parkplätze einzutreiben. eParkomat richtet sich mit seiner innovativen Lösung an beide Zielgruppen. Durch eine Einbindung der Technologie in Smart City-Konzepte können dem Unternehmen zu Folge Kosten gespart, der Verkehrsfluss verbessert und die urbane Luftverschmutzung reduziert werden.

Die eParkomat App

Der von eParkomat entwickelte Algorithmus beruht sowohl auf der Sammlung mobiler Daten, als auch auf der Erfassung von Daten, die Stadtverwaltungen und Parkhausbesitzer dem Unternehmen zur Verfügung stellen. Die gesammelten Daten werden in Echtzeit analysiert und verarbeitet, sodass eine aktuelle Aussage über die Parksituation in einer Stadt getroffen werden kann. Das Ergebnis wird den Nutzern anschließend per eParkomat-App zur Verfügung gestellt. So kann der Fahrer mit Hilfe seines mobilen Endgerätes nach einem freien Parkplatz in seiner Nähe suchen und sich dorthin navigieren lassen. Die Buchung und Bezahlung des Parkplatzes erfolgt ebenfalls über die App.

Joint Use Case

eParkomat beschäftigt sich im Rahmen des Challenge Up! IoT-Accelerator Programms ebenfalls mit Big Data & Analytics. Durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom kann das Unternehmen neuerdings auf die Telekommunikationsdaten des deutschen Netzwerkbetreibers zurückgreifen. Damit rücken besonders Smart City-Projekte in Deutschland in den Fokus des jungen Unternehmens.

Erfahren Sie mehr unter eParkomat.

EmeraldAir

Das polnische Startup EmeraldAir hat ein Wearable für das smarte Zuhause entwickelt, das die Luft auf schädliche Substanzen scannt. Mit Hilfe des mobilen Gerätes können Schadstoffe entdeckt werden, die durch Endprodukte, Klimaanlagen oder den menschlichen Atem freigesetzt werden. Viren, Bakterien oder Allergene, die häufig Allergien, Asthma und anderweitige Atemprobleme verursachen, können so frühzeitig entdeckt werden. Neben der Luftqualität misst das smarte Gerät überdies auch die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und den Luftdruck in einem Raum. Damit werden alle Faktoren berücksichtigt, die das Wohlbefinden der Nutzer beeinflussen. Durch die Optimierung der jeweiligen Faktoren können EmeraldAir zu Folge verschiedene positive Effekte erzielt werden. So soll ein verbesserter Luftdruck die Produktivität von Arbeitskräften um bis zu 16% steigern, da diese weniger an Kopfschmerzen und Müdigkeit leiden. Außerdem soll eine Regelung der Raumtemperatur den Energieverbrauch von Gebäuden um bis zu 30% reduzieren.

Emerald

Das smarte Wearable „Emerald“ ist 50x50x15mm groß und verfügt über eine Bluetooth Smart Verbindung. So kann das Gerät mit einer mobilen App verbunden werden, die es dem Nutzer erlaubt, Informationen über das aktuelle Klima eines Raumes überall und in Echtzeit abzurufen.

Joint Use Case

Emerald Air entwickelt sein „Emerald“-Wearable im Rahmen des Challenge Up! IoT-Accelerator Programms weiter und arbeitet somit an einem IoT-Projekt. Das Cisco Work Place Resource Team wird das mobile Gerät im eigenen Smart Office testen. Darüber hinaus werden die Services durch die DT Cloud of Things betreut.

Erfahren Sie mehr unter EmeraldAir.

Ausführliche Informationen zum Challenge Up! IoT Accelerator und den zwölf Sieger-Startups finden Sie außerdem unter ChallengeUp!.

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