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Von Kuka zu Körber

IIoT: Körber Gruppe übernimmt connyun

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Technologie.- und Maschinenbaukonzern Körber hat den IIoT-Plattformbetreiber connyun erworben und will mit diesem Schritt seine Industrie-4.0- Kompetenz verstärken. Connyun war bisher eine Tochter der KUKA AG.

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Der I4_Station Optimizer: Industrie 4.0 ganz konkret in Anwendung
Der I4_Station Optimizer: Industrie 4.0 ganz konkret in Anwendung
(Bild: connyun)

Das Karlsruher Start-up connyun wird Teil des Geschäftsfelds Körber Digital und von einem Managementteam aus beiden Unternehmen geführt. Connyun wurc im Jahr 2016 gegründet und war zuletzt eine Tochtergesellschaft der KUKA AG. Das Unternehmen liefert, wie es heißt, zukunftssichere Anwendungen, Plattformkomponenten und Services für das Industrial Internet of Things (IIoT). Mit der Übernahme von connyun stärkt will Körber seine digitale Kompetenz in Sachen Industrie 4.0 stärken.

Das Start-up connyun ist Anbieter einer Industry 4.0 „Platform as a Service“ (PaaS)-Lösung. Das Unternehmen hilft bei der industriellen Digitalisierung durch die Kombination von Produktions-Know-how und IIoT-Know-how und kreiert pragmatische, einfach anwendbare Softwarelösungen. Connyun konzentriert sich auf die Bereiche IIoT Cloud Software, Connectivity, Big Data Technology und Data Science sowie Industry 4.0 Consulting. Die Dienstleistungen sollen die Effizienz und Flexibilität von Maschinen, Anlagen und damit der kompletten Produktion steigern.

I4_Station Optimizer sorgt für vollständige Transparenz

„Die digitale Weiterentwicklung unseres Konzerns – und insbesondere unserer kundenorientierten Aktivitäten – wird unseren Anspruch auf Marktführerschaft durch Technologieführerschaft weiter unterstützen, denn unser Ziel ist es, bei unseren Kunden erste Wahl für innovative, technologisch führende und digitale Lösungen zu werden", erläutert Stephan Seifert, Vorstandsvorsitzender der Körber AG. „Mit Körber Digital und nun dem Team von connyun machen wir einen großen Schritt auf dem Weg zu einem führenden, kundenorientierten und digital ausgerichteten Industriekonzern. connyuns Digital-Experten werden mit ihrer Kompetenz in IIoT-Lösungen nicht nur Körber Digital unterstützen, sondern alle unsere Geschäftsfelder – so profitieren unsere Kunden letztlich von der gebündelten Kompetenz in dedizierten digitalen Produktangeboten."

Stephan Seifert, Vorstandsvorsitzender der Körber AG. „Mit Körber Digital und nun dem Team von connyun machen wir einen großen Schritt auf dem Weg zu einem führenden, kundenorientierten und digital ausgerichteten Industriekonzern.
Stephan Seifert, Vorstandsvorsitzender der Körber AG. „Mit Körber Digital und nun dem Team von connyun machen wir einen großen Schritt auf dem Weg zu einem führenden, kundenorientierten und digital ausgerichteten Industriekonzern."
(Bild: Körber)

Auf der Automatica 2018 (19. bis 22. Juni) in München präsentierte connyun die aktuell einzige Standard-IIoT-Applikation der Branche, den I4_Station Optimizer. Der I4_Station Optimizer sorgt laut connyun für vollständige Transparenz und maximale Verfügbarkeit vpn Produktionszellen. Dafür kombiniert er den aktuellen Fertigungsstatus mit intelligenten Vorhersagen und fördert den Austausch von Erfahrungen und Problemlösungsstrategien innerhalb des Unternehmens. Produktionsmitarbeiter können ihre KPIs in Echtzeit überwachen, bei Problemen sofort reagieren und ausgefallene Maschinen oder Produktionszellen schneller zurück in den Produktionsablauf bringen.

Gegenüber einer Individuallösung hat ein Standard-SaaS-Produkt wie der I4_Station Optimizer klare Vorteile: Es baut auf den Standards im Industrieumfeld auf und nutzt vordefinierte Einstellungen und Visualisierungen. Zudem berücksichtigt es direkt die Verbesserungswünsche der Anwender und stellt diese allen Nutzern mit jedem kostenlosen Update zur Verfügung.

Produktionsmitarbeiter sollen mit AWS per Sprach-Interface kommunizieren

Kommunikation ist ein zentraler Aspekt innerhalb der Fertigung. Kein produzierendes Unternehmen kann es sich leisten, dass relevante Informationen untergehen oder nicht verfügbar sind. In der Erweiterung des I4_Station Optimizer testet connyun mit Amazon Web Services, wie per Sprach-Interface Produktionsmitarbeiter mit Alexa interagieren können. Alexa soll die Möglichkeit bieten, aktuelle Statusabfragen zu beantworten oder im Dialog bei der Problemlösung behilflich zu sein. Zudem soll Alexa über aktuelle Meldungen informieren können.

Bei dem Thema Meldungen und Notifikationen geht connyun gemeinsam mit Brabbler noch einen Schritt weiter. Beide Unternehmen arbeiten an einer Lösung, wie verantwortliche Produktionsmitarbeiter bei Problemen sofort involviert werden können. Ein Messenger-Dienst soll per Push-Notifikation direkt auf das Smartphone oder Tablet gewährleisten, dass Vorfälle bei der Fertigung korrekt adressiert und eskaliert werden. Bei Nichtbeachtung können solange weitere Personen involviert werden, bis das Problem endgültig behoben ist.

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