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Denker treffen Lenker I4.0-Guru Bauernhansl: Digitalisierung reduziert Komplexität

| Redakteur: Frank Jablonski

Mittelständische Unternehmen zu motivieren, zeitnah auf Marktveränderungen zu reagieren den digitalen Change anzupacken, ist Ziel der Veranstaltungen des Netzwerkes Innovationsregion Mainfranken. Am 20. Juni 2017 traf man sich bei Kurtz Ersa zum Gedankenaustausch.

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Blick hinter die Kulissen: Bei einer Betriebsführung erfahren die „Denker treffen Lenker“-Teilnehmer, wie intelligente Fertigung bei Kurtz Ersa realisiert wird.
Blick hinter die Kulissen: Bei einer Betriebsführung erfahren die „Denker treffen Lenker“-Teilnehmer, wie intelligente Fertigung bei Kurtz Ersa realisiert wird.
(Bild: Kurtz Ersa)

"Hätten wir seit den siebziger Jahren des achtzehnten Jahrhunderts nicht immer wieder Diversifikation betrieben, würde es uns heute nicht geben“, begrüßt Rainer Kurtz, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Elektronik-Maschinenbauers Kurtz Ersa seine Gäste im Rahmen der Veranstaltung „Denker treffen Lenker“ am 20. Juni 2017 in Kreuzwertheim. Organisiert von der Innovationsregion Mainfranken dient das Treffen dem Austausch und der Anregung mittelständischer Unternehmen der Region zu Themen rund um die digitale Transformation.

Das war auch das Schlagwort für Key-Note-Sprecher Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Sein Ziel ist es eben diese digitale Transformation in den Unternehmen wissenschaftlich voranzutreiben und gemeinsam mit den Betrieben praktisch zu begleiten.

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Mit dem Change Management möglichst früh beginnen

Sein eindeutiger Rat an die versammelten Mittelständler: „Change-Management-Prozesse werden Sie alle durchlaufen. Ich empfehle früh damit anzufangen!“ Die neue Zukunft eröffne die sogenannte Zugangsökonomie. Gemeint ist der Zugang auf Daten und Informationen über Kunden- und Nutzerverhalten. Es gehe so weit, dass Verhaltensprofile von Kunden zu individuellen Angeboten führen – ganz ohne Beteiligung der Vertriebsabteilung.

Würden konsequent digitale Optionen genutzt, würde die Komplexität im Betrieb massiv sinken, sich der Vertrieb vereinfachen und neue Wertschöpfungsketten entstehen. Sein Rat daher: „ Beschäftigen Sie sich intensiv mit den architektonischen Veränderungen.“ Dann würden Zusammenhänge klar und Potenzial offenbart.

Schweinfurt bekommt eine intelligente Fabrik

Weitere Sprecher an diesem späten und heißen Nachmittag zeigten Entwicklungen und Projekte der Region auf. So wie Prof. Volker Bräutigam, Projektleiter i-Factory an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, der vom geplanten Zentrum für Technologietransfer, digitale Entwicklung und Produktion in Schweinfurt berichtete oder Margaret Brinker, die als Vertreterin der Regierung von Unterfranken auf finanzielle Förderungsmöglichkeiten einging.

Den Abschluss machte Gastgeber Rainer Kurtz, der vor einer der Betriebsführung den Weg seines Unternehmens zur „intelligenten Fertigung“ von der Einführung der Lean-Fertigung (2006) über ein Kundenmanagementsystem (2013) bis hin zur breiten Nutzung mobiler Gerate (2016) beschrieb.

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