Smart Factory Hannover Messe 2018: Nexeed bündelt Software und Logistik

Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Die neu gegründete Geschäftseinheit Bosch Connected Industry gibt in Sachen Industrie 4.0-Vernetzung weiter Gas: Das neue Software-Portfolio vereint Software und Logistik unter dem Markennamen „Nexeed“. Insbesondere die Mitarbeiter sollen davon profitieren.

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Bosch fasst unter dem Markennamen "Nexeed" Software und Logistik zusammen.
Bosch fasst unter dem Markennamen "Nexeed" Software und Logistik zusammen.
(Bild: Lisa Marie Waschbusch)

Die vernetzte Fabrik – heute, morgen, in Zukunft: Unter dem Motto „Factory of the future. Now. Next. Beyond“ zeigen Bosch und Bosch Rexroth auf der Hannover Messe 2018 ihre neuesten Technologien. Eine davon ist das neue Software-Portfolio Nexeed, das Software und Services für Produktion und Logistik bündeln soll. Das Portfolio erstreckt sich vom Sensor über die Maschinenautomatisierung bis in die Cloud. Laut Bosch lassen sich damit entsprechend kombiniert einzelne Linien, ganze Werke und Werksverbunde sowie deren Intralogistik und Warenstrom miteinander vernetzen.

„Die Intelligenz der Fabrik der Zukunft liegt in der Software – und in den Köpfen der Mitarbeiter“, sagte Dr. Stefan Aßmann, Leiter Bosch Connected Industry. „Durch Zusammenarbeit von Fertigungs-, Logistik- und Software-Spezialisten sind Lösungen entstanden, die den Arbeitsalltag der Mitarbeiter vereinfachen sowie Fertigung und Logistik effizienter, flexibler und ressourcenschonender machen.“

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Systematische Produktionsverbesserung

Der Nexeed Production Performance Manager soll für eine systematische Produktionsverbesserung sorgen, indem er Mitarbeiter bei der Entscheidungsfindung unterstützt. Dafür erfasst und harmonisiert die Software Produktions- und Maschinendaten aus unterschiedlichen Quellen, „übersetzt“ sie in eine gemeinsame Sprache und stellt sie Mitarbeitern übersichtlich auf mobilen Endgeräten zur Verfügung. Anstehende Aufgaben wie Wartungsarbeiten oder Materialnachlieferungen lassen sich so darstellen, auswerten und dem Mitarbeiter mit der am besten geeigneten Qualifikation zuteilen.

Für die Überwachung und Rückverfolgung des Warenstroms kommt Nexeed Track and Trace zum Einsatz. Über Sensoren speist die Ware selbstständig ihre Position und ihren Zustand über das Mobilfunknetz in die Cloud. Jedes Produkt und jeder Ladungsträger lassen sich so von Logistikern zurückverfolgen.

Große Datensätze aus der Produktion

Weitere Features sind Nexeed Data Analytics, womit die Vielzahl der in der Produktion gewonnenen Daten intelligent genutzt werden kann, um wichtige Rückschlüsse für Optimierungspotenziale zu erzielen. Mit Nexeed Intralogistics Execution sollen Informationen zur gesamten Intralogistik jederzeit in Echtzeit zur Verfügung stehen. Durch die Vereinheitlichung der relevanten Daten aus unterschiedlichen Quellen – zum Beispiel RFID im internen Supermarkt, Stapler-Lokalisierung und Bestandsinformationen – soll die Lösung Logistikern nicht nur bei ihrer täglichen Arbeit helfen, sondern auch eine langfristige Planung ermöglichen.

Die 2018 gegründete Geschäftseinheit Bosch Connected Industry mit 500 Mitarbeitern sowie das neue Softwareportfolio Nexeed unterstreichen den hohen Stellenwert von Vernetzung bei Bosch. „Wir kommen unserem Ziel, in der Bosch-Gruppe bis 2020 mit Industrie 4.0 insgesamt mehr als eine Milliarde Euro Zusatzumsatz zu erzielen, immer näher“, so Bosch-Geschäftsführer Dr. Stefan Hartung.

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