Fabrik der Zukunft Hannover Messe 2018: 5G-ACIA nimmt Arbeit auf

Redakteur: Jürgen Schreier

Anfang April 2018 wurde eine gemeinsame Industrie-4.0-Initiative gestartet: Die Globale Initiative 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA) nimmt nun ihre Arbeit auf.

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VertreterInnen der globalen Initiative 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA) auf der Hannover Messe 2018.
VertreterInnen der globalen Initiative 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA) auf der Hannover Messe 2018.
(Bild: 5G-ACIA)

Bei der Anfang April 2018 gegründeten Arbeitsgemeinschaft des in Deutschland beheimateten Zentralverbands der Elektroindustrie (ZVEI) 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA) handelt es sich um ein globales Forum, in dem Automatisierer, Anwender aus dem Maschinenbau und der Prozessindustrie, Netzwerkanbieter und Netzausrüster aus der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (IKT) gemeinsam mit wissenschaftlichen Instituten im ZVEI zusammenarbeiten. Das gemeinsame Ziel der 5G-ACIA: den neuen Mobilfunkstandard 5G in der industriellen Produktion zu etablieren und von vornherein industriefähig zu gestalten.

5G soll zentrales Nervensystem der Fabrik der Zukunft werden

5G wird das zentrale Nervensystem der Fabrik der Zukunft werden und sich disruptiv auf die industrielle Fertigung auswirken“, sagt Dr. Andreas Müller (Bosch), Vorsitzender der 5G-ACIA. „In der 5G-ACIA bringen wir erstmalig alle wichtigen Akteure weltweit zusammen. Dadurch sind wir in der Lage, konzertiert und zielgerichtet daran zu arbeiten, dass die Belange der Industrie entsprechend berücksichtigt werden.“

Als europäischer IKT-Anbieter bestätigt auch Ericsson die Relevanz der Zusammenarbeit. „Als eines der weltweit führenden IKT-Unternehmen ist es uns besonders wichtig, eine führende Rolle bei der 5G-ACIA einzunehmen“, betont Afif Osseiran, stellvertretender Vorsitzender der 5G-ACIA und Principal Researcher bei Ericsson. „Wie sehen im Bereich Industrie 4.0 enormes Potential für 5G. Dieses Potential heben wir nur mit zuverlässigen, integren und sicheren IKT-Lösungen.“

Um genau dieses Ziel zu verfolgen, treibt Ericsson aktuell die Forschung im Bereich Industrie 4.0 in zahlreichen Projekten voran. Allein der Ericsson Forschungs- und Entwicklungsstandort in Deutschland, das Eurolab in Aachen, ist Knotenpunkt für Forschungsprojekte wie 5Gang (5G angewandt in der Industrie) oder KOI (Koordinierte Industriekommunikation).

Ericsson übernimmt den stellvertretenden Vorsitz des Konsortiums sowie die Leitung der Arbeitsgruppe Technologie und Architektur eine führende Rolle in Industry-4.0-Initiative ein. Im Rahmen der Hannover Messe wurde nun ein erstes Whitepaper der Initiative vorgestellt.

Ericsson stellt in der BITKOM Innovation Area 4.0 aus

Neben einzelnen Projekten unterstützt Ericsson auch breiter angelegte Industrie-4.0-Testfelder wie die Referenzfabrik Industrie 4.0, eine Demonstrationsfabrik auf dem Campus der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH). Hier werden technische Innovationen von der Fertigung bis hin zur Montage getestet. Eng verbunden ist die Referenzfabrik Industrie 4.0 mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR). FIR ist eine gemeinnützige, branchenübergreifende Forschungs- und Ausbildungseinrichtung an der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Betriebsorganisation und Unternehmens-IT.

Zu den Gründungsmitgliedern von 5G-ACIA zählen unter anderem Bosch, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Ericsson, Fraunhofer Gesellschaft, Infineon, Institute Industrial IT (inIT), Institut für Automation und Kommunikation e.V. (ifak), Intel, Mitsubishi, Siemens, Deutsche Telekom, TRUMPF und Vodafone. Im gemeinsamen Whitepaper „5G for Connected Industries and Automation“ legt die Initiative ihre Ziele dar.

Zwischen dem 23. und 27. April stellt Ericsson auf der Hannover Messe 2018 im Rahmen der BITKOM Innovation Area 4.0 (Halle 6, D 30) Nutzungsmöglichkeiten aktueller Mobilfunktechnologie im Kontext der Industrie 4.0 vor.

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