Kurzmeldung

Hamburg wird EU-Modellregion für Drohnen

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Hamburg ist offiziell in der Urban Air Mobility (UAM) Initiative begrüßt worden.
Hamburg ist offiziell in der Urban Air Mobility (UAM) Initiative begrüßt worden. (Bild: Hamburg Aviation/ Jan Brandes)

Die EU-Kommission unterstützt Hamburg als Modellregion für die zivile Nutzung von Drohnentechnologien. Im Rahmen dieser Partnerschaft sollen Nutzungsszenarien für den systematischen Einsatz von neuen Fluggeräten in der Metropolregion erarbeitet werden.

Als eine der ersten Städte ist Hamburg offiziell in der Urban Air Mobility (UAM) Initiative, der von der EU-Kommission unterstützten Europäischen Innovationspartnerschaft für Smart Cities (EIP-SCC), begrüßt worden. Laut Hamburg Aviation e.V. ist die Stadt damit nun offizielle Modellregion für die Erschließung ziviler Nutzungsmöglichkeiten von Drohnen- und anderen urbanen Luftverkehrstechnologien. Eine feierliche Unterzeichnung der Zusammenarbeit fand am vergangenen Donnerstag im Rahmen des 52. Hamburg Aviation Forums statt.

In enger Zusammenarbeit von Industrie, Hochschulen und Behörden sollen Nutzungsszenarien für den systematischen Einsatz von neuen Fluggeräten in der Metropolregion erarbeitet werden, etwa für den zeitkritischen Transport von medizinischem Gut oder für die Überprüfung und Wartung von großen Infrastrukturen wie Hafenbrücken oder Windrädern.

„Mit international sichtbaren Kernbranchen wie Luftfahrt, maritimer Logistik, Windenergie oder Life Science ist Hamburg geradezu dafür prädestiniert, neue smarte Anwendungsfelder für Drohnen im zivilen Bereich zu entwickeln, von denen Wirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen profitieren. Als Austragungsort des ITS-Kongresses 2021 freuen wir uns darauf, bereits jetzt auf europäischer Ebene den Dialog in diesem Wachstumsmarkt mit zu gestalten“, sagt Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.

Eilige Transporte oder Wartung von Windrädern

Die UAM wird von der Europäischen Kommission gefördert und ist Teil der Europäischen Innovationspartnerschaft für „Smart Cities“, in deren Rahmen bürgernahe Anwendungsszenarien für zukunftsweisende Technologien entwickelt werden sollen. Hintergrund ist der wirtschaftliche Schaden durch Staus, der europaweit auf über 100 Milliarden Euro geschätzt wird – pro Jahr und mit steigender Tendenz. Dazu kommen weitere Ärgernisse, beispielsweise, wenn Brücken für Wartungsarbeiten voll gesperrt werden müssen, oder gar Risiken – etwa, wenn sich wichtige medizinische Behandlungen verzögern, weil Blutkonserven durch dichten Verkehr nicht rechtzeitig im Krankenhaus sind. Die gezielte Nutzung unbemannter Fluggeräte könnte hierbei nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern auch die Entstehung neuartiger Dienstleistungen in Metropolregionen fördern.

Neben Hamburg gehören weitere europäische Metropolregionen wie Genf zur UAM, mit denen ein stetiger Austausch erfolgen soll. Inhaltlicher Koordinator des Projekts ist Airbus. Institutionelle Projektpartner sind die Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, Eurocontrol, sowie die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA). Zu den Hamburger Beteiligten zählen neben der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation unter anderem auch Lufthansa Technik, mehrere Hochschulen, sowie das ZAL (Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung).

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