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Smartphone, Smart Home und VR

Google Pixel, Daydream und Chromecast

| Autor: Sylvia Lösel

Sprachsteuerung ist das zentrale Element, das viele der Neuvorstellungen von Google miteinander verbindet. Smartphone, WLAN-Zugangspunkte, Virtual Reality – überall dort mischt Google Assistant künftig mit. In Deutschland muss man allerdings auf einige der Neuheiten noch warten.

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Das kleinere Pixel ist in Deutschland ab 759 Euro im Google Store erhältlich, für das Pixel XL muss man über 1.000 Euro hinlegen.
Das kleinere Pixel ist in Deutschland ab 759 Euro im Google Store erhältlich, für das Pixel XL muss man über 1.000 Euro hinlegen.
( Bild: Google )

Mit einem sprachgesteuerten Assistenten, der in Google-Hardware eingebettet ist, Virtual-Reality-Brille, Smartphones und einem Lautsprecher will Google im vernetzten Zuhause der Zukunft Akzente setzen und mitmischen. In Deutschland wird es zunächst lediglich die beiden neuen Smartphones sowie die Virtual-Reality-Brille und Chromecast geben. Auf den Lautsprecher Home, ein Konkurrenzprodukt zu Amazons Echo, sowie die neue WLAN-Lösung muss man hierzulande noch warten.

Die Smartphone-Riege

Pixel heißen die neuen Smartphones des Internet-Giganten. Künftig steht also nicht mehr Nexus auf den Geräten. Ebenso wenig findet man einen Hinweis auf den eigentlichen Hersteller, beim Pixel ist dies HTC. Das Pixel gibt es in zwei Modellvarianten, mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen, als 5-Zoll- und 5,5-Zoll-Modell, die beide in den Farben Silber und Anthrazit erhältlich sind..

Das Gerät ist in ein Aluminium-Chassis eingebettet, das Display besteht aus 2.5D-Corning-Gorillaglas. Auf der Rückseite befindet sich ein Fingerabdrucksensor. Google verspricht, dass der Akku in 15 Minuten geladen werden kann und dann bis zu sieben Stunden durchhält.

Erwähnenswert ist auch die Kamera, die mit 12,3-Megapixel-Auflösung und einer f/2.0-Blende auch bei schwierigen Lichtverhältnissen noch gute Bilder machen soll. Dazu spendiert Google unbegrenzten Speicherplatz.

Pixel ist das erste Smartphone mit Google Assistant. Der Google Assistant ist eines der künftigen Herzstücke von Google-Hardware. Der Assistent beantwortet Fragen. So kann man ihn beispielsweise vor dem Nachhauseweg fragen, wie der Verkehr gerade aussieht, oder wann die nächste Apotheke schließt.

Natürlich darf im Pixel auch die neueste Android-Version nicht fehlen – als Betriebssystem ist Android 7.1 Nougat aufgespielt. Die Smartphones bekommen Software- und Sicherheits-Updates von Google, sobald diese verfügbar sind. Außerdem wurde wohl der Update-Prozess einfacher gemacht. Sobald ein neues Update verfügbar ist, kann es im Hintergrund heruntergeladen und installiert werden und man muss nicht mehr darauf warten, dass das Telefon ein Update abgeschlossen hat.

Das Pixel kann ab heute vorbestellt werden. Das kleinere Modell ist in Deutschland ab 759 Euro im Google Store erhältlich, für das Pixel XL muss man je nach Speicherausstattung bis zu 1.000 Euro hinlegen.

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Der virtuelle Tagtraum

Ebenfalls in Deutschland erhältlich sein wird Googles neue Virtual-Reality-Lösung namens Daydream, die aus dem Pixel-Smartphones, einem Headset und der dazu passenden App besteht.

Die Smartphones werden in das Headset eingelegt. Die beiden passen sich automatisch aneinander an, sodass weder Kabel noch Adapter vonnöten sind. Das Gestell besteht aus weichem Material und soll so auch bei längerer Nutzung bequem zu tragen sein.

Google hat seine beliebtesten Anwendungen in VR überführt. So kann man mittels Youtube Videos auf der virtuellen Großleinwand betrachten, dank StreetView am Taj Mahal entlangmarschieren oder Sportveranstaltungen mit 360-Grad-Rundumsicht erleben.

Im Headset enthalten ist auch ein Controller. Mit ihm kann man sich in der virtuellen Welt bewegen. Dank Sensoren interpretiert er Bewegungen und Gestik. So kann man mit ihm wie mit einem Schläger ausholen oder wie mit einem Stab dirigieren. Wenn man ihn mal nicht braucht, verstaut man ihn einfach im Headset selbst.

Daydream View ist ab November im Google Store für 69 Euro erhältlich. Mit diesem Kampfpreis macht Google deutlich, dass es ihnen mit VR Ernst ist und man den Massenmarkt erobern möchte.

Streaming-Stick

Ebenfalls bald in Deutschland erhältlich ist Chromecast Ultra. Der Streaming-Stick wird 79 Euro kosten und sorgt dafür, dass man seine Lieblingsinhalte vom Tablet und Smartphone auf den Fernseher streamen kann. Google verspricht, dass Chromecast Ultra Videos nun 1,8-mal schneller überträgt und dank WLAN-Verbesserungen ruckelfreie Streams in Full- und Ultra-HD ermöglicht. Der Stick unterstützt 4K, HDR und Doby Vision. Auch bei nicht 4k-fähigen Bildschirmen versucht Chromecast das Beste herauszuholen, indem das Bild entsprechend optimiert wird.

Nur in den USA erhältlich

In Amerika bringt Google zudem ein Konkurrenzprodukt zu Amazons Echo auf den Markt. Google Home ist ebenfalls ein Lautsprecher, der auf Sprachsignale hört. Auch hier ist, wie in den beiden Pixel-Geräten der Sprach-Assistent integriert. So kann mittels Sprachbefehlen die Musik lauter gestellt werden, oder es können im Smart Home das Thermostat reguliert und die Lichter ausgeschaltet werden.

Google Home ist an Google Search angebunden und beantwortet deshalb auch Fragen zu aktuellem Wetter, rechnet Gramm in Unzen um oder übersetzt.

Die Lautsprecher können miteinander vernetzt werden, sodass eine Multiroom-Lösung entsteht. In den USA ist das System ab November erhältlich und soll 129 US-Dollar kosten. Amazons Echo dagegen ist mit rund 180 US-Dollar deutlich teurer.

Bei seiner WLAN-Lösung Google Wifi geht das Unternehmen ähnliche Wege wie bei den Smartphones. Im vergangenen Jahr arbeitete man beim OnHub noch mit Partnern wir TP-Link und Asus zusammen, nun versucht es Google mit einer „eigenen“ Lösung.

Google Wifi ist ein modulares System, dem man nach Belieben weitere Komponenten hinzufügen kann. Diese verbinden sich automatisch und versorgen so jeden Raum mit einem WLAN-Signal. Das System verwendet eine Technologie namens Mesh Wi-Fi. Die Installation soll dank der sogenannten Network Assist Technology simpel sein und Geräte automatisch in den jeweils nächsten Zugangspunkt einloggen - nahtlos.

Auch dieses System ist – bis auf weiteres nur in den USA – ab November für 129 US-Dollar erhältlich.

Dieser Beitrag ist ursprünglich bei unserem Partnerportal IT-Business erschienen.

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