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Studie Google ist beliebtester Arbeitgeber angehender Informatiker

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Der Trendence Absolventenbarometer 2018 zeigt: Google ist der beliebteste Arbeitgeber angehender Informatiker. Anders sieht es für den Automobilsektor aus – denn die Branche verliert an Ansehen, nur einzelne Arbeitgeber scheinen attraktiv.

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Holger Koch ist Geschäftsführer des Berliner Trendence Instituts.
Holger Koch ist Geschäftsführer des Berliner Trendence Instituts.
(Bild: Trendence)

Google ist der beliebteste Arbeitgeber angehender Informatiker: Eine Studie des Berliner Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Trendence zeigt, dass ein Viertel der Informatiker nach dem Studium beim Suchmaschinenriesen arbeiten will. Zudem dominieren IT-Dienstleister und die Automobilindustrie die Top 10 des Arbeitgeberrankings. Das einzige Unternehmen, das keiner der beiden Branchen angehört, ist Aufsteiger Amazon.

Amazon steigt in diesem Jahr von Platz 10 auf 6 im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber der Informatiker. Das Logistik- und Handelsunternehmen erreicht damit seine beste je gemessene Position. Die Bewerber schätzen vor allem den Unternehmenserfolg, das internationale Umfeld, die Innovationskraft und die attraktiven Dienstleistungen des Unternehmens. „Den Aufwärtstrend von Amazon beobachten wir nicht nur bei den Informatikern, sondern auch bei den Wirtschaftswissenschaftlern“, so Trendence-Geschäftsführer Holger Koch. „Mit neuen Produkten wie Amazon Echo und neuen Logistiklösungen verspricht das Unternehmen ein attraktives Arbeitsumfeld für Absolventen.“

Automobilhersteller: Branche verliert an Ansehen, einzelne Arbeitgeber gewinnen

Zu Automobilherstellern im Allgemeinen wollen weitaus weniger Informatiker. Vielmehr konzentrieren sich die Bewerber auf ausgewählte Arbeitgeber: BMW erobert den 2. Platz im Ranking zurück und überholt Microsoft. Audi legt in der Gunst der Absolventen ebenfalls deutlich zu und festigt Rang 7. „Beide Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren stark auf die Digitalisierung konzentriert und das öffentlichkeitswirksam gezeigt. Das macht die Unternehmen für Informatiker attraktiv als Arbeitgeber“, so Holger Koch. Andere Automobilhersteller verlieren hingegen in der Gunst des IT-Nachwuchses. Porsche fällt aus den Top 10 auf Rang 13. Opel verliert zwei Drittel seiner Bewerber und ist 2018 nicht mehr unter den Top 100 der beliebtesten Arbeitgeber.

Der Öffentliche Sektor wird für Informatiker immer attraktiver: 10,6 Prozent der Informatik-Studierenden suchen ihren ersten Arbeitgeber explizit dort. Der Öffentliche Sektor ist damit die drittbeliebteste Branche für den Jobeinstieg und überholt die Elektronikindustrie. Neuer beliebtester Arbeitgeber der Branche ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auf Rang 14, gefolgt von der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Bundesnachrichtendienst auf den Rängen 15 und 16. Die einzigen Arbeitgeber im Öffentlichen Sektor, die IT-Bewerber verlieren, sind die ARD und die Europäische Weltraumorganisation.

Beratungen steigen in der Gunst der Nachwuchs-Informatiker

Die Beratungen festigen Position 5 im Ranking der beliebtesten Branchen. Im vergangenen Jahr wollten noch 5,7 Prozent der Informatiker im Consulting arbeiten, in diesem Jahr sind es bereits 6,9 Prozent. Das ist eine Steigerung um 21 Prozent. IBM, Accenture und McKinsey sind die beliebtesten Arbeitgeber der Branche. Veränderungen gibt es vor allem bei den Big 4 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften: Deloitte überzeugt in diesem Jahr zweieinhalbmal so viele Bewerber wie noch vor zwei Jahren. In der Rangliste der beliebtesten Wirtschaftsprüfer der Informatiker ist Deloitte damit auf Rang 2 vorgestoßen. Nur PwC gewinnt ähnlich viele Bewerber hinzu und liegt weiterhin vor Deloitte. KPMG hingegen verliert deutlich in der Gunst des IT-Nachwuchses und belegt nun Position 3, gleichauf mit EY. KPMG hat im vergangenen Jahr noch die Rangliste der Big 4 angeführt.

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