3D-gedruckte Lebensmittel Gedrucktes Fleisch – Redefine Meat sammelt weitere 135 Mio. US-Dollar für Expansion

In der aktuellen Finanzierungsrunde hat das israelische Unternehmen neue Mittel für die Weiterentwicklung ihrer additiv hergestellten Fleischersatzprodukte gesammelt. Zudem sollen neue Produktionsanlagen geschaffen und Restaurants auch hierzulande eröffnet werden.

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Die additiv hergestellten Steaks auf Pflanzenbasis sollen echtes Fleisch möglichste genau imitieren, aber nachhaltiger sein.
Die additiv hergestellten Steaks auf Pflanzenbasis sollen echtes Fleisch möglichste genau imitieren, aber nachhaltiger sein.
(Bild: Redefine Meat)

Wie das israelische Nachrichtenportal Globes berichtet, konnte sich Redefine Meat weitere 135 Millionen US-Dollar in einer Finanzierungsrunde sichern. Diese wird zwar erst im August abgeschlossen, die Investitionen wurden aber bereits von CEO und Mitbegründer Eshchar Ben-Shitrit bestätigt.

Bisher sind die auf Pflanzenbasis 3D-gedruckten Steaks, Würstchen und Co. vor allem in Israel erhältlich. Mit dem neuen Kapital will das Unternehmen nun in Europa expandieren und neue Restaurants sowie Produktionsstätten in Israel und den Niederlanden eröffnen.

Erste Restaurants für 3D-gedruckten Fleischersatz in Deutschland

Insgesamt kann das sogenannte ‚New-Meat‘ bereits in 120 Restaurants in Israel, Großbritannien, der Niederlande und auch in Deutschland bestellt werden. Der hiesige Pionier ist das Berliner Restaurant ‚Orania‘. Laut Unternehmensangaben plant mindestens ein weiteres Restaurant in Berlin, die Produkte für Gäste zuzubereiten.

Das wichtigste Produkt von Redefine Meat sind die 3D-gedruckten Steaks. Anders als andere Anbieter, die ihren Fleischersatz tendenziell eher als Wurst oder Hackfleisch anbieten, möchten die Israelis die Struktur und den Geschmack von Rindersteaks imitieren. Die Produkte bestehen dabei aus drei 3D-druckbaren Substanzen, die das Unternehmen entwickelt hat: Alt-Muskeln, Alt-Fett und Alt-Blut. Durch eine Kombination dieser Materialien soll eine Matrix entstehen, die das Mundgefühl und den Geschmack von echtem Fleisch möglichst genau imitiert.

So werden die 3D-gedruckten Steaks hergestellt:

Welche Vorteile bietet additiv hergestellter Fleischersatz?

Redefine Meat hat berechnet, dass es 90 Prozent weniger Wasser verbraucht, 95 Prozent weniger Land nutzt und 90 Prozent weniger Kohlendioxid ausstößt als Fleisch von einer Kuh. Das 3D-gedruckte Steak soll auch gesünder sein, mit weniger Fett als Fleisch und ohne Cholesterin, aber mit der gleichen Menge an Protein und mehr Ballaststoffen.

Inwiefern diese Angaben zutreffen, lässt sich wohl erste überprüfen, wenn die Produkte in größeren Mengen im Einzelhandel erhältlich sind. Aber bei einer Blindverkostung mit etwa 600 Testessern konnte der 3D-gedruckte Fleischersatz schon überzeugen. Dabei nahmen 90 Prozent der Kunden keinen Unterschied zu tierischen Steaks war.

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