Data Science Fußballspieler durch Daten besser machen

Redakteur: Hendrik Fuhrmann

Wie können Daten von Fußballspielern genutzt werden, um die Leistung der Spieler zu verbessern? Damit beschäftigten sich drei Studenten der Jacobs University Bremen in Zusammenarbeit mit dem SV Werder Bremen.

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Studenten der Jacobs University untersuchten in Zusammenarbeit mit dem SV Werder Bremen, wie die Trainingssteurerung einzelner Spieler mithilfe von Datenanalysen verbessert werden kann.
Studenten der Jacobs University untersuchten in Zusammenarbeit mit dem SV Werder Bremen, wie die Trainingssteurerung einzelner Spieler mithilfe von Datenanalysen verbessert werden kann.
(Bild: Peter Balthazaar/SV Werder Bremen)

Das Erheben von Daten einzelner Spieler während der Trainingseinheiten und im Spiel ist im Profifußball seit einigen Jahren gang und gäbe. Gemessen wird nicht nur die Herzfrequenz, sondern auch Faktoren wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit lassen sich auf Grundlage der Daten bestimmen. Von der Analyse erhoffen sich die Clubs wertvolle Erkenntnisse darüber, wie die Leistung der Spieler weiter optimiert werden kann. Dafür hat sich der SV Werder Bremen mit drei Studenten aus dem Master-Studiengang Data Engineering der Jacobs University Bremen zusammengetan. In dem über mehrere Monate laufenden Projekt haben sich die Bremer Studenten mit anonymisierten Datensätzen des Zweitligisten beschäftigt. „Die Aufgabe der Studierenden bestand zunächst darin, die Daten aus den unterschiedlichen Quellen und mit verschiedenen Formaten zu vereinheitlichen, sie zu verknüpfen und zu visualisieren,“ erläutert Professor Dr. Stefan Kettemann, Koordinator des Studiengangs.

Gezielte Steuerung des Trainings möglich

Im Anschluss ging es darum, Zusammenhänge zwischen Faktoren wie beispielsweise der Gestaltung von Trainingseinheiten, Trainingshäufigkeit und der Verletzungsanfälligkeit herzustellen. Auf Grundlage dieser Analysen können nach Angaben der Universität Aussagen über die individuelle Belastungssteuerung eines Spielers und Maßnahmen zur Verletzungsvorbeugung getroffen werden. Ein gutes Zusammenspiel dieser Faktoren kann dazu beitragen, dass sich die Leistungsfähigkeit des Spielers erhöht. Mit der Aufbereitung und Visualisierung sowie den erzielten Erkenntnissen zeigte sich der SV Werder Bremen laut der Jacobs Unversity sehr zufrieden. Einer der Studenten, Ishansh Gupta, ließ die Daten mit in seine Masterarbeit einfließen und definierte sogenannte "Wellnesszonen" für Spieler, die ein hohes Fitness-Level und eine geringe Verletzungsanfälligkeit haben. „Durch das Monitoring verschiedener Gesundheitsdaten kann das Training gezielter gesteuert werden. Die Datenanalyse kann dazu beitragen, Spieler besser zu machen“, erklärte der Student.

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