IoT in der Anwendung Funkstandard LoRaWAN und Cloud im Gebäude-Management

Redakteur: Alina Hailer

Mit dem Funkstandard LoRaWAN lassen sich TGA-Systemlandschaften (Technische Gebäudeausrüstung) optimieren. Zudem bietet er für Retrofit-Projekte wirtschaftlichen Facility-Management-Service.

Funkübertragung: LoRaWAN entlastet unter anderem das Facility-Management, zum Beispiel für die Raumklimaüberwachung.
Funkübertragung: LoRaWAN entlastet unter anderem das Facility-Management, zum Beispiel für die Raumklimaüberwachung.
(Bild: Deos)

Die Anforderungen an vernetzten Sensoren in Bestandsgebäuden steigen stetig. Hier sind neben Funktechnik auch IoT- beziehungsweise Cloud-Anwendungen gefragt. Sie müssen flexibel sein und die technische Gebäudeausrüstung an die smarten IoT-Plattformen anbinden. Das Unternehmen Deos bietet für die Nachrüstung (Retrofit) eine Kombination aus LoRaWAN-Produkten mit IoT/Cloud-Anwendungen.

Ziel ist es, das technische Facility-Management zu entlasten, Kosten zu senken und Gebäudebesitzer mit neuen Funktionen auszustatten. Gefragt ist Know-how und Beratung rund um die HLK-Branche. Denn oft fehlt den Installationsunternehmen das Basiswissen und die Anbindung zu einem IoT-Netzwerk.

LoRaWAN-Sensoren überwachen das Raumklima

Der Gebäudeausrüster aus Rheine entwickelt und produziert moderne Gebäudeleittechnik. Als Funkstandard vertrauen die Experten auf LoRaWAN (Long Range Wide Area Network), der derzeit in der Gebäudeautomationsbranche besonders beliebt ist. Hier wartet das Unternehmen mit einem umfangreichen Produkt- und Lösungsportfolio in Kombination mit der hauseigenen IoT-Plattform auf. Ein Beispiel ist die Raumluftampel Deos Sam.

Sam soll neben einer Plug-and-play vor Ort Installation als CO2-Raumluftampel ganz einfach und modular zu einer Gesamtlösung mit sinnvollen Zusatzfunktionen ausgebaut werden können. Die Raumluftampel sendet durch die LoRaWAN-Funkanbindung die Daten an das LoRaWAN-Gateway, zur zentralen Datenspeicherung auf der selbstentwickelten BIT-Plattform.

Auf diese Daten greifen anschließend verschiedene Applikationen zurück, wie die mobile App zur CO2-Alarmierung, dem Qualitätsmonitoring per Standardbrowser, dem Lüftungsreport sowie die Cloud-GLT von Deos.

LoRaWAN modular erweiterbar für neue Anwendungen

Das LoRaWAN-Gateway tauscht Gebäudedaten über das Internet mit der Deos IoT-Plattform aus.
Das LoRaWAN-Gateway tauscht Gebäudedaten über das Internet mit der Deos IoT-Plattform aus.
(Bild: Deos)

Die Sensoren im Gebäude sind drahtlos über LoRaWAN verbunden. Per Gateway wandern die Sensordaten über einen Modbus, der die Lüftungsanlage steuert. Außerdem können die Daten über die Deos eigene Cloud zur Auswertung aus der Ferne verwendet werden.
Die Sensoren im Gebäude sind drahtlos über LoRaWAN verbunden. Per Gateway wandern die Sensordaten über einen Modbus, der die Lüftungsanlage steuert. Außerdem können die Daten über die Deos eigene Cloud zur Auswertung aus der Ferne verwendet werden.
(Bild: Deos)

Mit LoRaWAN Tür- und Fenstersensoren lassen sich Gebäudedaten und Statusmeldungen auf die IoT-Plattform aufschalten. So kann beispielsweise der Öffnungszustand der Türen im Deos-Cockpit angezeigt werden. Mit dem Cockpit-Editor soll die Visualisierung und Bedienung individuell angepasst werden können. Das verspricht Einsparungen bei Aufwand und Kosten für den Gebäudebetreiber, denn auf personalintensive Kontrollgänge kann er nun verzichten: Per LoRaWAN-IO-Modul wird die Magnetschließungen zentral ausgelöst und alle Türen fallen per Knopfdruck ins Schloss. Zeitgleich wird die Klimaregelung im Gebäude optimiert.

Als Datensammler fungiert das LoRaWAN-Gateway mit integrierter Modbus-Schnittstelle. Das Gateway tauscht Gebäudedaten über das Internet mit der IoT-Plattform aus. Per Modbus können die Daten auch der lokalen MSR-Technik zur weiteren Nutzung und Regelungsoptimierung bereitgestellt werden – und das auch herstellerneutral mit Fremdsystemen.

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