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Hannover Messe 2018 Fujitsu: Authentifizierung von Komponenten mit IOTA

| Autor: Lisa Marie Waschbusch

Wo vormals noch vermehrt der Blockchain-Begriff gefallen war, drehte sich auf der Hannover Messe 2018 schon vieles um IOTA – eine neue Zahlungsmethode für die Industrie. Der Hype ist groß, erste Unternehmen zeigen erste Anwendungsszenarien – so auch der japanische Technologiekonzern Fujitsu.

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Fujitsu ist eines der Unternehmen auf der diesjährigen Hannover Messe, das die IOTA-Technologie einsetzt.
Fujitsu ist eines der Unternehmen auf der diesjährigen Hannover Messe, das die IOTA-Technologie einsetzt.
(Bild: Lisa Marie Waschbusch)

Dass in dem Namen IOTA die Buzzwords IoT und Tangle stecken, ist nur beiläufig der Grund, warum Fujitsu die Technologie bereits im Einsatz hat und von deren Prinzip überzeugt ist. Das Internet der Dinge und Industrie 4.0 spielen bei Fujitsu eine zentrale Rolle. Um diese Themen weiter voran zu bringen, vereinte das Unternehmen seine weitreichenden Kompetenzen im Bereich des industriellen IoT (IIoT) und bündelte diese im Industrie 4.0 Kompetenzzentrum mit Hauptsitz in München. Warum nutzt der japanische Technikkonzern IOTA? „Es ist ein typisches IoT-System: IOTA fokussiert drauf, die Nachteile einer Blockchain dahingehend zu adressieren. Und gerade im Industrieumfeld, wo es oft schnell gehen muss, kann ich keinen zehnminütigen Mining-Prozess abwarten, bis ich weiß, ob es eine Originalkomponente ist oder nicht. Ich will die Daten möglichst schnell“, erklärt Andreas Rohnfelder, Leiter des Kompetenzzentrums Industrie 4.0 bei Fujitsu. Bei IOTA gibt es nämlich weder Miner, noch Transaktionsgebühren. Stattdessen bietet die Technologie eine hohe Skalierbarkeit und Schnelligkeit.

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Große Partner wie Fujitsu helfen IOTA aktuell den Kurs weiter nach oben zu treiben und sich attraktiver für die Industrie zu machen. Auf der Hannover Messe demonstrierte der japanische Konzern die Funktionsweise von IOTA und dessen Einsatz in der Produktion anhand eines einfachen Show Case. Im Rahmen dieses IOTA-basierten Audit Trials wurden Produktionsdaten und Transaktionen fälschungssicher und unveränderbar gespeichert.

Sichere Prozesse über mehrere Fabriken hinweg

Anhand zweier Miniaturroboter, die stellvertretend für zwei Fabriken stehen, soll gezeigt werden, wie die Nutzung der Tangle – dem gerichteten, azyklischen Graphen, der die Basis eines Distributed Ledgers bildet – dabei helfen kann, Produktmanipulationen zu identifizieren und selbständig auszusortieren.

„Das ist ein sehr interessantes Szenario für Firmen, die darauf angewiesen sind, dass das was sie von ihren Zulieferern bekommen, Originalteile sind, die eine entsprechende Qualität haben“, so Rohnfelder. Zudem könne mit beigefügten Fotos nachgewiesen werden, dass bestimmte Bauteile unter den gleichen Bedingungen gefertigt wurden und sämtliche Qualitätskontrollen durchgeführt wurden.

Bereits Anfang April 2018 wurde Dr. Rolf Werner, Head of Central Europe bei Fujitsu, als neues Mitglied der IOTA Foundation begrüßt. Offenbar nutzt Fujitsu die Technologie schon länger; auf der Hannover Messe stellte das Unternehmen daher bereits den ersten Anwendungsfall vor.

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