Steckverbinder

Für das intelligente Gebäude von morgen: kostengünstige Anschlusstechnik

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Anschlusstechnik für zweiteilige Elektronikgehäuse

Ein Einsatzbereich, für den sich Pinstrip-Stecker wegen ihres kompakten Designs hervorragend eignen, sind zweiteilige Elektronikgehäuse. Diese Gehäuseform findet sich in zahlreichen Applikationen wie Thermostaten, Rauchmeldern, Eingangskontrollsystemen oder Beleuchtungen. Das Prinzip ist immer ähnlich: Ein Gehäuseteil wird an der Wand beziehungsweise Decke befestigt, der andere Gehäuseteil wird bei der Inbetriebnahme aufgerastet. Die aktiven Elektronik-Komponenten befinden sich in der Regel im Gehäuseoberteil. Dies bietet beispielsweise bei Baumaßnahmen den Vorteil, dass die Komponenten abgenommen und verschmutzungs- und diebstahlgeschützt gelagert werden können.

Gleichzeitig: Kontaktierung und Endmontage

Für eine anwenderfreundliche Verbindung mit der Gebäudeinstallation eignen sich spezielle Pinstrip-Steckverbinder. Diese Stecker werden in die wandseitige Gehäuseschale eingerastet. Die Kontaktierung mit der Leiterplatte wird über Pinstrip-Stiftleisten realisiert, die beim Aufrasten des Gehäuseoberteils mit den Steckerteilen kontaktieren. Der Vorteil: Die Kontaktierung zur Leiterplatte erfolgt gleichzeitig mit der Endmontage der beiden Gehäuseteile, ohne dass zusätzliches Werkzeug oder weitere Arbeitsschritte notwendig sind. Die Produktfamilien PT 1,5 PH Clip und PTS 1,5 PH Clip von Phoenix Contact wurden speziell für diesen Anwendungsfall konzipiert: Die Steckergehäuse sind an der Unterseite mit Rastfüßen ausgestattet, die eine Verrastung mit marktüblichen Gegenkonturen in der Gehäuseschale ermöglichen.

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Schraubanschluss oder Push-in-Federanschluss

Die gängigen Stecker PT 1,5 PH Clip sind mit Schraubanschluss ausgeführt, die neuen Stecker PTS 1,5 PH Clip verfügen über den komfortablen Push-in-Federanschluss. Je nach Anwendungsfall haben beide Ausführungen ihre Vorteile.

Starre und flexible Leiter mit Aderendhülse können mittels Push-in-Federanschluss schnell und einfach direkt in die Klemmstelle gesteckt werden. Beim Anschluss flexibler Leiter ohne Aderendhülse kann der Klemmraum zudem mithilfe der farblich abgesetzten Lösetaste geöffnet werden. Die auf die Leiter wirkende Kontaktkraft ist anwenderunabhängig. Probleme durch zu stark oder zu schwach angezogene Schrauben sind ausgeschlossen.

Der Schraubanschluss erlaubt hingegen, mehrere Leiter pro Klemmstelle zu kontaktieren. Durch den Einsatz von Einlegebrücken kann so beispielsweise auch ein Potential auf mehrere Kontaktstellen verteilt werden.

Fazit

Die Vernetzung aller Installationen eines Smart Homes dient einerseits der Steigerung von Lebensqualität und Komfort. Andererseits lässt sich durch die intelligente Steuerung der einzelnen Installationen auch der Energieverbrauch des gesamten Bauwerks effizienter gestalten. Speziell auf die Einsatzbedingungen abgestimmte Leiterplattenklemmen und -steckverbinder ermöglichen anwendungsgerechte Verbindungslösungen. Anders als bei industriellen Applikationen sind in der Gebäudeautomation weder starke Verschmutzungen noch Vibrationen zu erwarten. Dies eröffnet Chancen für einfach gestaltete und damit kostengünstige Steckverbindungen mit Pinstrip-Stiftleisten. Phoenix Contact bietet eine große Auswahl an unterschiedlichen Steckern sowie Pinstrip-Stiftleisten in diversen Konfigurationen. In gewisser Weise verbinden sie das Beste aus zwei Welten: den klassischen industriellen Steckverbinder und die nicht steckbare Printklemme.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal Elektrotechnik erschienen.

* Thomas Schulze M. Sc., Produktmarketing-Manager Leiterplatten-Anschlusstechnik, Phoenix Contact, Blomberg

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