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Innovative Technologien Fünf Wegbereiter des technologischen Fortschritts

| Autor/ Redakteur: Sanjiv Gossain* / Clara Hartmann

Viele neue Technologien werden entwickelt, Entscheidungen müssen innerhalb der Unternehmen binnen kürzester Zeit gefällt werden und dabei darf vorausschauendes Arbeiten trotzdem nicht vergessen werden. Fünf verschiedene technologische Entwicklungen können dabei helfen.

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5G-Netze, IoT-Geräte und kollaborative autonome Systeme ebnen den Weg für neue Formen der Kommunikation.
5G-Netze, IoT-Geräte und kollaborative autonome Systeme ebnen den Weg für neue Formen der Kommunikation.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Das digitale Zeitalter hat eine nie dagewesene Fülle an Innovationen hervorgebracht. Dank KI und IoT sind Technologie und Wirtschaft heutzutage hochgradig vernetzt, sowie smarter und interaktiver als je zuvor aufgestellt. Geschäftsdaten werden immer vorausschauender ausgewertet und versetzen Führungskräfte in die Situation, fundiertere Entscheidungen in immer kürzerer Zeit treffen zu müssen.

Bahnbrechende Technologien wie 5G-Netze, IoT-Geräte, Ad-hoc- und dezentralisierte Netzwerke sowie kollaborative autonome Systeme ebnen den Weg für neue Formen der Kommunikation, die riesige Datenmengen beinhalten. Als Folge dessen müssen heutige Unternehmen verstärkt Wert auf die Sicherheit ihrer IT-Systeme legen – nicht nur, um sich vor Cyber-Bedrohungen zu schützen, sondern auch, um im Wettbewerb zu bestehen und Datenschutzbestimmungen einzuhalten.

Insgesamt treiben fünf miteinander in Beziehung stehende Kräfte den technologischen Fortschritt voran. Sich mit ihnen vertraut zu machen, kann Unternehmen dabei helfen, ihre Marktposition langfristig zu stärken.

1. Die Evolution von Systemen auf Basis von KI

Von Robotik über Fahrzeugtechnik bis hin zur Anwendungsentwicklung – immer mehr Bereiche unseres Lebens werden von der Automatisierung beeinflusst. Davon profitieren nicht zuletzt Unternehmen: Sie können Geschäftsabläufe reibungsloser gestalten, die Interaktion mit Kunden verbessern, Kosten einsparen sowie ihr geschäftliches Wachstum und ihre Rentabilität vorantreiben. Damit einher geht die Modernisierung von IT-Systemen, Anwendungen und Prozessen, um diese skalierbarer und agiler zu machen.

Angetrieben durch die fortschreitende Automatisierung stößt auch KI in neue Sphären vor. Das Zusammenspiel von Mensch und Maschine wird den Arbeitsplatz der Zukunft prägen. Repetitive Tätigkeiten werden hier übernommen, sodass Menschen sich stärker auf ihre berufliche Entwicklung und das Erlernen neuer Kompetenzen konzentrieren können.

2. Die Geburt vernetzter Systeme

Das IoT wird viele Branchen von Grund auf verändern. Unzählige Sensoren werden täglich in Betrieb genommen und generieren Unmengen von Daten, die Unternehmen dabei helfen, bessere Entscheidungen treffen zu können. Zu den Einsatzszenarien zählen die vorausschauende Wartung, Lieferkettenoptimierung, Betrugserkennung, Gebäudesicherheit, Patienten-Fernüberwachung und autonomes Fahren.

Mit genügend Rechenpower ausgestattete vernetzte Systeme am Netzwerkperimeter können die Leistungsstärke intelligenter Systeme verbessern. Gesammelte Daten können sofort analysiert und in Echtzeit ausgewertet werden. Das Ergebnis: smartere Technik und beschleunigte Entscheidungsprozesse. Auf diese Weise werden Unternehmenssysteme stärker miteinander verzahnt und ermöglichen so eine bessere Zusammenarbeit, während vernetzte Tools die nächste Evolutionsstufe autonomer Geräte einläuten und den Weg für einen kollaborativen Betrieb, verteilte Workloads und noch komplexere Berechnungen ebnen.

3. Die Notwendigkeit effektiverer Benutzerschnittstellen

Je enger unsere und die digitale Welt zusammenrücken, desto wichtiger wird die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Indem diese besser erfahrbar gemacht wird, steigt die Akzeptanz von Produkten, Services und Interaktionen mit smarten Maschinen. Deshalb sind Unternehmen, die ihren Benutzern „immersive“, KI-gestützte und stark personalisierte Erfahrungen bieten können, gegenüber der Konkurrenz im Vorteil. Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Mixed Reality (MR) haben in den vergangenen Jahren rasante Entwicklungssprünge gemacht.

Daraus entstanden sind unter anderem AR-Apps, VR-Headsets und Anwendungen für die Datenbrille Microsoft HoloLens, die reale mit virtuellen Welten verschmelzen lassen. Diese Technologien werden bereits kommerziell genutzt, etwa als virtueller Showroom für Autos oder Immobilien. In Zukunft könnten angehende Chirurgen sogar per Hologramm die menschliche Anatomie in 3D abbilden und so den operativen Ernstfall proben. Zuerst einmal muss jedoch sichergestellt werden, dass bei der Erzeugung simulierter Umgebungen Fehler und unvollständige Datenflüsse, die in der Realität häufig vorkommen, kompensiert werden können.

4. Der Vormarsch innovativer Kommunikationstechnologien

Weiterentwickelte Kommunikationstechnologien bilden das Gerüst für die Infrastruktur der digitalen, smarten Zukunft. Das spiegelt sich in der zunehmenden Verbreitung von Technologien wie 5G und Light Fidelity (Li-Fi) wieder, die enorme Datenvolumen mit extrem hoher Geschwindigkeit übermitteln und so den Weg für intelligente, hochgradig vernetzte Systeme ebnen.

Schon bald werden IoT-Geräte jeden Aspekt unseres Alltags durchdringen und riesige Mengen an Daten in einem Netz verbundener Ökosysteme transportieren. WLAN-Technologie bewältigt zwar aktuell 60 Prozent des weltweiten Datenverkehrs, hat aber noch mit wenig persistenten Verbindungen und Sicherheitslücken zu kämpfen.

5. Die Begrenzung vorhandener Technik macht Quantencomputer zukünftig unverzichtbar

In den Bereichen Computer- und Sensortechnik sowie Bildgebung und Metrologie zeigt uns Quantenphysik auf, wie wir vorhandene Grenzen überschreiten und in vielen Industrien neues technologisches Potenzial erschließen können. Der Einfluss von Quantentechnologie auf die Kommunikationssicherheit ist bereits sichtbar. Entwicklungen wie der Quantenschlüsselaustausch und Post-Quanten-Kryptographie werden die IT-Sicherheitslandschaft revolutionieren und Unternehmen dazu veranlassen, ihre Sicherheitsstrategien neu auszurichten. Mess- und Bildgebungsverfahren auf Basis von Quantentechnologie helfen uns, physische Dimensionen detailliert, wie nie zuvor zu visualisieren und zu erfassen. Gerade für Branchen wie die Öl- und Gasindustrie, die optische Industrie und die astronomische Forschung kann das revolutionäre Folgen haben.

Unternehmen verfolgen seit jeher drei Ziele: ihre Produktivität und Effizienz zu steigern, Interessensparteien wie Kunden, Partner und Mitarbeiter zufriedenzustellen und sich auf dem Markt zu behaupten. Um diese Ziele zu erreichen, müssen Unternehmen kontinuierlich hinterfragen, wo es Sinn macht, neue Technologien einzusetzen, damit die erforderlichen Investitionen eine optimale Rendite erzielen und ihnen auch tatsächlich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Dafür ist es erforderlich, sich zunächst einmal bewusst zu machen, dass Technologien nicht alle im selben Tempo voranschreiten und für jeden Einzelfall eine eigene Strategie erforderlich ist. Dann müssen die tatsächlichen Auswirkungen dieser Technologien auf das gesamte Unternehmen bewertet werden.

Als letzten Schritt können Programme ins Leben gerufen werden, die sicherstellen, dass sowohl die derzeitigen als auch die künftigen Geschäftsanforderungen von diesen Zukunftstechnologien nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen werden.

* Sanjiv Gossain ist Head of Digital Business bei Cognizant.

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