Digitalisierungs-Status Fünf Tatsachen zur nachhaltigen Digitalisierung in KMU

Quelle: Pressemitteilung

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Wie es mit der nachhaltigen Digitalisierung im Mittelstand aussieht, wollte das Industrie-4.0-Kompetenzzentrum e-Standards wissen. Dabei schälten sich fünf Erkenntnisse heraus.

Wie sieht es im Mittelstand aus, wenn es um eine nachhaltige Digitalisierung geht? Denn das sind zwei Aspekte, die man bei der eigenen Zukunftsstrategie nicht trennen sollte. Hier stehen die fünf wichtigsten Erkenntnisse nebst Tipps aus einer aktuellen Umfrage...
Wie sieht es im Mittelstand aus, wenn es um eine nachhaltige Digitalisierung geht? Denn das sind zwei Aspekte, die man bei der eigenen Zukunftsstrategie nicht trennen sollte. Hier stehen die fünf wichtigsten Erkenntnisse nebst Tipps aus einer aktuellen Umfrage...
(Bild: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum e-Standards )

Was genau können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) machen, um sich durch digitale Werkzeuge nachhaltiger zu machen? Dazu führte das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum e-Standards qualitative Interviews, wie es heißt.

Hier die Zusammenfassung der fünf wichtigsten Antworten aus dem KMU-Umfeld:

1. Offen für komplexe Digitalisierungsmaßnahmen – aber...

Obwohl das Thema Digitalisierung in der Gesellschaft recht gut durchgedrungen ist, fällt es dem Mittelstand nach wie vor schwerer. Die im Vergleich zu größeren Unternehmen größte Hürde sei der Ressourcenengpass. Denn an vielen Stellen, insbesondere im digitalen Bereich, fehlen Fachkräfte. Und einige wenige Mitarbeitende müssten deshalb mehrere Rollen spielen. Meist hat auch das Tagesgeschäft Vorrang vor digitalen Innovations- oder gar Nachhaltigkeitsvorhaben.

2. Nachhaltigkeit plus Digitalisierung denkt kaum jemand

Die zwei Begriffe Nachhaltigkeit und Digitalisierung sehen viele KMU-Entscheider nicht im Zusammenhang. Denn die ökologische Nachhaltigkeit wird als ein moralisches Konzept angesehen, weswegen sie in Wirtschaftsunternehmen nicht die Pflicht, sondern nur die Kür darstelle. Digitalisierung andererseits ist als Werkzeug zu verstehen, um gewisse Ziele, wie Prozessoptimierung und Kosteneinsparungen, zu erreichen. Oft würden durch Digitalisierungsprojekte auch nur neue Kundenanforderungen erfüllt. Wenn Nachhaltigkeit aber kein Ziel darstelle, dann werde auch wenig oder höchstens nur zufällig nachhaltig digitalisiert.

Viele Befragte geben an, dass die Digitalisierung nicht um der Digitalisierung Willen gemacht werden darf. Diese Antwort begründet sich einerseits mit den obengenannten Ressourcenengpässen, aber auch durch die fehlende digitalen Affinität in KMU. Gleichwohl erzählten viele Befragte aber von ihren Anwendungsfällen für digitale Tools oder e-Standards an, die nachhaltiger machen.

3. Kreislaufwirtschaft ist noch nicht angekommen

Der Ziel der Kreislaufwirtschaft, also der geschlossene Materialfluss über das Produktlebensende hinaus, scheint noch zu weit weg entfernt, wenn man sich KMU anschaut. Denn nur wenige Unternehmen haben demnach die Kreislaufwirtschaft in ihr Geschäftsmodell integriert. Hoffnung gebe es hingegen im Logistikbereich denn Mehrwegbehälter hielten offensichtlich zunehmend Einzug in die Logistik der Unternehmen. Mehrere KMU haben sogar eigene Behälter entwickelt oder gebaut, um sie spezifisch für die eigenen Bedürfnisse verwenden zu können.

4. Zu zaghaft bei der Kollaborationen mit anderen

Im ersten Moment ist es für viele KMU seltsam, mit anderen zusammenzuarbeiten, weil sie in der Regel im Wettbewerb zueinander stehen. Die Komplexität der heutigen Wirtschaft und der Umwelt ist aber mittlerweile hoch, dass nur das Teilen von Wissen und das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen zu einem für alles sinnvollen Ziel führen wird.

Für die geschlossene Kreislaufwirtschaft, um nochmals auf Punkt einzugehen, ist unternehmensübergreifende Zusammenarbeit aber ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Digitalisierung, vor allem durch die Vernetzung in einem digitalen Ökosystem stellt dafür einen Enabler dar, diese Kollaboration technisch zu unterstützen, so das Kompetenzzentrum. Um eine solche Kooperation eingehen zu können, mangelt es einigen Befragten anscheinend aber an Unterstützungsformaten, die das erleichtern. Foren zum Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unternehmensbesuche könnten beim Teilen von Good Practices unterstützen, empfehlen die Industrie-4.0-Experten.

5. Wie so häufig, blicken viele zunächst auf die Kosten

In den Interviews ergab sich, dass die Motivation für das Thema Nachhaltigkeit bei nur wenigen KMU von innen heraus kommt. Nur wenige betrachten die Nachhaltigkeit also auch strategisch. Natürlich könnten viele Aktivitäten, wie die Einsparung von Sekundärverpackungen durch Designänderung, auch als nachhaltig bezeichnet werden, doch haben sie meist einen ökonomischen Hintergrund, weil dadurch Kosten gespart werden.

Sobald KMU sich allerdings intrinsisch motiviert mit der Nachhaltigkeit beschäftigen, treiben sie das Thema auch ernsthaft, wie sich herausgestellt hat. So berichteten einige Befragte von der Teilnahme an CO2-Reduktionsprogrammen und einschlägigen Zertifizierungen, die demnächst durchgeführt werden.

Wer mehr wissen will, sollte sich unter diesem Link umschauen.

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