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Expertenbeitrag

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist

Gartner-Studie „IoT und Geschäftsprozesse“

Fünf Prognosen zum Internet der Dinge

| Autor/ Redakteur: Dipl. -Ing. Thomas Drilling / Christoph Seyerlein

Analysten von Gartner sagen dem Internet der Dinge einen stark zunehmenden Einfluss voraus. Mit teils unerwarteten Folgen für den Alltag.

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Die Analysten von Gartner erwarten bis 2020 bis zu 25 Milliarden vernetzte Geräte.
Die Analysten von Gartner erwarten bis 2020 bis zu 25 Milliarden vernetzte Geräte.
(Bild: © fotohansel - Fotolia)

Laut Gartner-Aussage nimmt der Einfluss des IoT auf Geschäftsmodelle und das Leben der Menschen immer weiter zu. Gleichzeitig sinken die Kosten für das Bereitstellen von IoT-Infrastrukturen, also das Ausstatten von Geräten mit Sensoren sowie für die Vernetzung von Geräten, Systemen und Menschen. Es gibt aber auch unerwartete Auswirkungen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Predicts 2016: Unexpected Implications Arising From the Internet of Things“.

„Die Nutzung des IoT – bisher noch mehr oder weniger kompliziert – wird bis 2020 dramatisch einfacher und viel praktikabler werden“, meint W. Roy Schulte, VP und Distinguished Analyst bei Gartner. „Das IoT ist für nahezu jede Branche und jeden Industriezweig relevant, nicht aber für jede Anwendung. Es wird keine speziellen IoT-Anwendungen geben.“

Allerdings würden viele Anwendungen dem IoT in kleineren oder größeren Aspekten zum Durchbruch verhelfen. „Das bedeutet letztlich, dass Business-Analysten und Entwickler von informationsorientierten Prozessen die Expertise und die Tools benötigen, um diejenigen IoT-Aspekte zu implementieren, die in ihren Systemen eine Rolle spielen.“

Viele IoT-Projekte werden den Zeitrahmen sprengen

Nach Ansicht der Gartner-Experten werden drei von vier IoT-Projekten den gesetzten Zeitrahmen sprengen, mit der Konsequenz, dass der geplante Kostenrahmen nicht eingehalten wird. Je ambitionierter die Projekte, desto wahrscheinlicher und höher werde das Überschreiten des Zeitrahmens sein.

Bei einigen Projekten könnten Kompromisse zwar helfen, den gesteckten Zeitrahmen einzuhalten, diese führten aber zu signifikanten Schwächen in der Performance, Sicherheit oder bei der Integration in existierende Prozesse. Mittelfristig erforderten solche Kompromisse ein Refakturieren der IoT-Projekte, vielleicht müssten einige davon sogar komplett neu ausgerollt werden. „Produktorientierte Organisationen werden am ehesten betroffen sein“, so Alfonso Velosa, Research VP bei Gartner.

„Sie werden danach streben, immer smartere ,verbundene Produkte‘ auf den Markt zu bringen, obwohl das taktisch oft bedeutet, auch konkurrierende Produkte zu adressieren“, so Veloso weiter. Unternehmen, die interne Projekte durchführen, etwa zur Kostenreduktion, bekämen Probleme mit ihren Mitarbeitern, etwa im Rahmen der normalen Einweisung in die neuen Technologien. Kompliziert werde es zudem, wenn Geschäftsmodelle auftauchen, die wesentliche Änderungen der Prozesse oder gar kulturelle Veränderungen nach sich ziehen. „Beide Aspekte können dazu führen, dass der Zeitrahmen überschritten wird.“

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