Internet of Things Fünf Gründe für Schnittstellen-Standard in der Bordnetzbranche

Der VDMA entwickelt eine Schnittstellenspezifikation für die Bordnetzbranche. Wieso der Verband dabei auf den Industriestandard OPC UA setzt, zeigen diese fünf Gründe.

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Bisher gibt es in der Bordnetzbranche noch proprietäre Schnittstellen, mit der zunehmenden Automatisierung wird dies aber weniger tolerierbar.
Bisher gibt es in der Bordnetzbranche noch proprietäre Schnittstellen, mit der zunehmenden Automatisierung wird dies aber weniger tolerierbar.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)

Für Bordnetzhersteller wird die Digitalisierung stetig wichtiger. Ziel dabei ist, kostenoptimiert zu produzieren und gleichzeitig die steigenden Anforderungen der OEM an die Qualität und Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte zu erfüllen.

Ein großer Hemmschuh für die Digitalisierung der Branche sind jedoch die proprietären Schnittstellen der Maschinenhersteller. Nach wie vor definiert jeder Hersteller von kabelverarbeitenden Maschinen eigene Schnittstellen-Spezifikationen. Das erschwert die Anbindung an Softwaresysteme wie ERP oder MES erheblich.

Branchenstandards auf der Basis von OPC UA

Ein Arbeitskreis des VDMA ist jetzt angetreten, diesen Missstand zu beheben. Er hat sich zum Ziel gesetzt, einen Branchenstandard zu entwickeln – und zwar auf Basis der OPC Unified Architecture, kurz OPC UA. DiIt, Anbieter von integrierten Softwaresystemen in der Kabelsatzproduktion, erläutert, warum das die richtige Wahl sein kann.

  • Die OPC UA ermöglicht einen plattformunabhängigen industriellen Datenaustausch. Unter anderem deshalb gilt sie als eine der wichtigsten Technologien für die Vernetzung von Maschinen für Industrie 4.0.
  • Es handelt sich um eine selbstbeschreibende Schnittstellentechnologie. Durch einfaches Browsen lässt sich sehen, welche Daten eine Maschine anbietet. Die gewünschten Informationen müssen dann lediglich noch mit den korrespondierenden Datenfeldern im ERP oder MES verbunden werden.
  • OPC UA ist vom kleinsten bis auf das größte System skalierbar. Sensoren, eingebettete Geräte, SPS-Steuerungen, PCs, Smartphones, Großrechner und Cloudanwendungen lassen sich damit durchgängig vernetzen.
  • Zahlreiche Organisationen und Fachverbände, darunter auch der VDMA, haben bereits branchenübergreifende und branchenspezifische Spezifikationen für OPC UA erarbeitet. An diese Vorarbeiten kann der Arbeitskreis anknüpfen.
  • Viele MES- und ERP-Systeme unterstützen bereits OPC UA. Indem auch Maschinenhersteller diesen Standard implementieren, erleichtern sie die Integration ihrer Maschinen deutlich.

Branchenstandards sind notwendig

„In der Vergangenheit kamen bei Bordnetzherstellern nur wenige Maschinentypen zum Einsatz. Deshalb waren proprietäre Schnittstellen noch tolerierbar. Durch die zunehmende Automatisierung der Branche ist es damit aber vorbei“, sagt Bernd Jost, Geschäftsführer bei DiIt. „Wir freuen uns sehr, dass der VDMA nun einen Branchenstandard entwickelt und beteiligen uns auch selbst an seinem Arbeitskreis.“

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