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Expertenbeitrag

Marten Schirge

Marten Schirge

Vice President of Sales, Device Insight GmbH

IoT Strategie

Fünf Erfolgsfaktoren, um IoT-Projekte richtig umzusetzen

| Autor/ Redakteur: Marten Schirge / Redaktion IoT

Damit IoT-Projekte erfolgreich verlaufen, ist es wichtig, im Vorfeld die richtigen Weichen zu stellen. Diese fünf Top-Empfehlungen zeigen, was Unternehmen bei der Umsetzung ihres IoT-Projekts unbedingt beachten sollten.

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Ein fundiertes Know-how und konkrete Praxiserfahrung sind für erfolgreiche IoT-Projekte entscheidend.
Ein fundiertes Know-how und konkrete Praxiserfahrung sind für erfolgreiche IoT-Projekte entscheidend.
( Device Insight GmbH )

1. Praxis vor Theorie

Bei IoT-Projekten gilt vor allem: „Praxiserfahrung schlägt Theoriewissen.“ Wichtig ist also ein Partner, der Erfahrung aus ähnlichen Projekten einbringen und auch auf unvorhergesehene Herausforderungen flexibel reagieren kann. Standardtechnologien sind dazu oftmals besser geeignet, als innovative aber unausgereifte Ansätze. Denken Sie dabei auch an Ihre Kunden und Mitarbeiter, die noch lernen müssen, das neue System zu bedienen. Mit Standardtechnologien und einem erfahrenen IoT-Partner minimieren Sie Integrationsrisiken, beschleunigen die Projektumsetzung und schaffen Mehrwerte.

2. Das Ziel vor Augen

Haben Sie den richtigen IoT-Partner gefunden, vereinbaren Sie mit ihm ein klares Ziel und seien Sie sich über die Folgen im Klaren. Welchen konkreten Nutzen wollen Sie für Ihre Kunden erzielen und welche Prozesse in Ihrem Unternehmen sind davon betroffen? Auf Grundlage dieser Erkenntnisse entwickeln Sie ein Geschäftsmodell. Stimmen Sie sich mit dem Partner ab, er kann Sie dabei beraten, wie und mit welcher Architektur und Technologie der IoT-Datenfluss am besten verwaltet wird. Manchmal ergeben sich aus dem Geschäftsmodell selbst Anforderungen oder Prozesse für die IoT-Plattform, die eigentlich nicht zu deren klassischen Aufgaben gehören. Deshalb sollten Sie Ihren IoT-Dienstleister so früh wie möglich in das Projekt einbinden, um darauf reagieren zu können.

3. Menschliche und künstliche Intelligenz verbinden

Neue Technologien werden nicht von jedem gut angenommen. Dabei hängt der Erfolg Ihres IoT-Projektes maßgeblich von den Mitarbeitern ab. Die erfassten Datenströme müssen beobachtet, verstanden und vor allem interpretiert werden. Es ist eine Führungsaufgabe, den Mitarbeitern die Angst zu nehmen, dass neue Technologien sie ersetzen könnten, und aufzuzeigen, welche neuen Perspektiven durch das IoT-Projekt entstehen. Koppeln Sie daher menschliches Know-how und maschinelle Intelligenz. Umfassende Mitarbeiterschulungen und klare Zuständigkeiten schaffen mit der Zeit die nötige IoT-Kompetenz im Unternehmen.

4. Ein Schritt nach dem anderen

Investitionen in IoT-Projekte amortisieren sich im laufenden Betrieb. Fangen Sie also klein an und bauen Sie die IoT-Lösung nach und nach aus. Dabei sollten Sie ein hohes Augenmerk auf die einfache Bedienbarkeit legen. Eine theoretisch wirtschaftliche Plattform wird scheitern, wenn die relevanten Nutzer sie nur schwer handhaben können. Ein „Proof of Concept“ kann Auskunft über die technologische und die wirtschaftliche Machbarkeit geben.

5. Sich gegen Sicherheitsrisiken wappnen

Bei IoT-Projekten sollte das Thema Sicherheit höchste Priorität haben, denn gerade industrielle IoT-Geräte sind lukrative Ziele für Cyberkriminelle. Seriöse IoT-Dienstleister bringen deshalb eigene Security-Konzepte bereits beim Strategiegespräch ein. Grundsätzlich gilt: Je einfacher die Infrastruktur und je weniger Schnittstellen, desto weniger Schwachstellen gibt es.

Fazit

Mithilfe von IoT-Plattformen können Unternehmen heute sehr spezifische Herausforderungen hocheffizient lösen. Um die richtige Plattform zu finden, tasten sich viele Kunden mit kleinen IoT-Projekten voran. Das ist genau die richtige Strategie: Klein starten und Schritt für Schritt erweitern. Dabei gehören Geschäftsmodell und Technologie ebenso zusammen wie menschliches Know-how und maschinelle Intelligenz.

Über den Autor

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