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Mobilität der Zukunft

Französische Ingenieure wollen fliegende Züge bauen

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Nach fliegenden Autos bald fliegende Züge? Durchaus ein denkbares Szenario, wenn es nach den französischen Ingenieuren von Akka Technologies geht. Diese haben ein Flugzeug entworfen, das ursprünglich als Zug startet, durch montierbare Flügel und Triebwerke allerdings Passagiere bald ohne Umsteigen in den Urlaub fliegen könnte.

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Könnte es bald fliegende Züge geben?
Könnte es bald fliegende Züge geben?
(Bild: Akka Technologies)

Es klingt wie eine Szenerie aus einem Action-Film: ein Flugzeug landet, „wirft“ seine Flügel ab, verwandelt sich in einen Zug und rollt unauffällig in den nächsten Bahnhof. Doch das ist es, woran das französische Ingenieur-Unternehmen Akka Technologies mit ihrem Konzept, das den Namen „Link & Fly“ trägt, arbeitet: Sie wollen Züge in die Luft bringen. Möglich soll das ein abnehmbares Rumpfgestell machen, das über Flügel und Triebwerke verfügt und an eine auf Gleisen rollende Flugzeugkabine montiert wird.

„Nachdem Autos elektrisch und autonom werden, wird der nächste große Wandel bei Flugzeugen sein“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg Akkas CEO Maurice Ricci in einem Interview in Paris. Statt mehrmals das Transportmittel auf dem Weg in den Urlaub wechseln zu müssen, soll die gesamte Reise mit „Link & Fly“ lediglich mit einem Transportmittel möglich sein.

Flugzeug soll Platz für 160 Personen bieten

Passagiere steigen in einem Bahnhof in den Zug, bei dem es sich um die Flugzeugkabine auf Schienen handelt. Diese rollt zum Flughafen, wo bereits ein Modul mit Triebwerken und Flügeln bereit steht, das an der Kabine befestigt wird. Nach dem Flug soll man dem Flugzeug die Flügel abnehmen können und es wieder auf die Schiene bringen. An Sicherheitsvorkehrungen haben die Entwickler von Akka ebenfalls gedacht: Bereits während der Zugfahrt wird die Netzhaut der Passagiere gescannt, diese sollen damit für den Flug eingecheckt werden.

Das futuristische Flugzeug soll multifunktional eingesetzt werden können – sowohl als Passagier- als auch als Frachtmaschine. Es soll mit einem Kurzstreckenflieger wie dem Airbus A320 vergleichbar sein und Platz für circa 160 Personen bieten. Das Pariser Unternehmen hofft, mit dem Konzept neue Kunden aus der Luftfahrtbranche in den USA - insbesondere Flugzeugbauer Boeing – gewinnen zu können. Ob das Konzept allerdings tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

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