Deloitte Studie Fortschritt in Industrie 4.0 eher schleppend

Redakteur: Nikolas Fleschhut

Eine Deloitte-Studie belegt in Zahlen, was viele bereits vermutet haben. Zwar ist die Investitionsfreude des deutschen Mittelstands in Industrie 4.0-Projekte gestiegen, vielerorts mangelt es jedoch an profunden strategischen Ansätzen.

Firma zum Thema

(Pixabay)

Rund ein Viertel der mittelständischen Unternehmen haben laut dieser Studie 5 bis 10 Millionen Euro in Projekte rund um Digitalisierung und Industrie 4.0 investiert, bei 70% sind es bis zu 5 Millionen Euro. Strategische Integration findet in großen Teilen jedoch noch nicht statt. So haben lediglich 23 Prozent eine explizite Strategie. Beinahe 70 Prozent würden das Thema in der Theorie zwar in der Unternehmensstrategie ansiedeln, sind momentan jedoch eher mit Prozessen und Technologien beschäftigt. Und das, obwohl 77 Prozent das Thema Industrie 4.0 als strategisch wichtiges Thema beurteilen. Viel zu selten übernehmen Führungskräfte jedoch handelnde Funktionen in diesen zukunftsträchtigen Projekten.

Der Motor stottert (noch)

Lediglich 29 Prozent der mittelständischen Unternehmen fühlen sich gut vorbereitet auf zukünftige Aufgaben in der Digitalisierung, bei rund einem Viertel ist das exakte Gegenteil der Fall. Mit 44 Prozent messen fast die Hälfte aller Befragten dem Thema Industrie 4.0 tendenziell weniger Bedeutung zu. Gleichzeitig wollen sich 76 Prozent in Zukunft intensiver mit der Thematik auseinandersetzen. Ungewöhnlich für den Mittelstand: Die Hälfte der Befragten setzt bei diesem Thema auf externe Berater.

Externe Beweggründe und kaum interne Veränderungen

Als wichtigsten Treiber der Entwicklung sehen Studienteilnehmer die technologischen Veränderungen und entsprechende Bedürfnisse des Marktes. Ein weiterer Faktor ist die momentane Wettbewerbssituation. Externes spielt also eine große Rolle bei der Veränderung hin zu Industrie 4.0 während sich bestehende Geschäftsmodelle kaum verändern. Ein Drittel der Befragten strebt eine Änderung seines Modells mit Hilfe der Digitalisierung an, 42 Prozent wollen im Gegensatz dazu nichts ändern. Viele Unternehmen tendieren eher zu neuen, ergänzenden Modellen.

Den gesamten Report finden Sie hier

(ID:43976443)