Automatisierung Forscher digitalisieren die Wertstromanalyse

Quelle: Pressemitteilung vom Fraunhofer IPA

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Bisher wird für die Wertstromanalyse noch Klemmbrett und Stoppuhr genutzt. Eine Software soll den Vorgang nun digitalisieren.

Seit über 40 Jahren läuft die Wertstromanalyse gleich ab und ist bis heute zutiefst analog.
Seit über 40 Jahren läuft die Wertstromanalyse gleich ab und ist bis heute zutiefst analog.
(Bild: Universität Stuttgart IFF / Fraunhofer IPA, Foto: Rainer Bez, Heike Quosdorf )

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben einen Weg gefunden, um die bisher analoge Wertstromanalyse in Unternehmen zu digitalisieren. Laut einer Mitteilung wurde dafür eine Software entwickelt, die sämtliche Produktionsdaten automatisiert und nahezu in Echtzeit aus dem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System) und anderen verfügbaren Datenquellen abfragt und übersichtlich darstellen soll.

Automatisierte Optimierung noch nicht möglich

Laut den Forschern würden diese Daten jedoch für eine vollständige Wertstromanalyse noch nicht ausreichen. Deswegen arbeitet das Team des Fraunhofer IPA auch mit Ortungssensoren, die an Kleinladungsträgern angebracht sind. Damit können sie in Echtzeit mitverfolgen, welche Stationen ein Kundenauftrag in der Montage durchläuft und wie lange er dort bearbeitet wird.

Die Vorkommnisse, die sich ereignen während ein Auftrag bearbeitet wird, sind in der digitalen Wertstromanalyse als sogenannte Datenpunkte repräsentiert, so das Fraunhofer IPA. Daraus können Kennzahlen berechnet werden, die einen Einblick in die Prozesse des Betriebs gewähren. Erkenntnisse daraus ableiten kann die Software jedoch noch nicht. „Es bleibt erstmal Aufgabe eines professionellen Produktionsplaners, die Wertstromanalyse zu interpretieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten“, sagt Markus Böhm von der Abteilung Fabrikplanung und Produktionsmanagement am Fraunhofer IPA. Langfristig könnte sich das Team jedoch eine automatisierte Optimierung durchaus vorstellen.

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