Additive Fertigung Formel-1-Team Alfa Romeo setzt Eos-Technologie ein

Von Stefan Guggenberger

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Das schweizerische Unternehmen Sauber startet mit dem Alfa Romeo F1 Team Orlen in der Königsklasse des Motorsports. Nun hat das Team eine dreijährige Partnerschaft mit Eos abgeschlossen und will deren P 500 System für die Entwicklung und Fertigung von Teilen einsetzen.

Aktuell liegt das Alfa Romeo F1 Team Orlen mit dem Finnen Valtteri Bottas auf einem starken achten Rang bei den Fahrern. Zukünftig will man mit AM noch bessere Platzierungen einfahren.
Aktuell liegt das Alfa Romeo F1 Team Orlen mit dem Finnen Valtteri Bottas auf einem starken achten Rang bei den Fahrern. Zukünftig will man mit AM noch bessere Platzierungen einfahren.
(Bild: Sauber Motorsport )

Beim Großen Preis von Barcelona am 22. Mai haben Eos und Sauber Technologies eine dreijährige Technologiepartnerschaft für additive Fertigung unterzeichnet. Wie Eos bekannt gibt, soll dabei das P 500 System mit Polyamid im Rennstall zum Einsatz kommen. Als wichtige Anwendungen wurden zunächst aerodynamische Spoiler-Designs, Rennwagenteile und Produktionshilfen identifiziert. „Aus technologischer Sicht arbeiten wir mit EOS zusammen, weil ihr Netzwerk aus Partnern und Schwesterunternehmen nicht nur die von uns benötigten End-to-End-Lösungen - einschließlich Automatisierung - ermöglicht, sondern uns über AMCM (Additive Manufacturing Customized Machines) auch den Zugang zu höchst individuellen Lösungen bietet“, erklärt Christoph Hansen, COO von Sauber Technologies.

Was sich das Formel-1-Team von AM erhofft

In der Formel 1 sind die Entwicklungszyklen extrem kurz. Daher müssen Bauteile schnell angepasst und hergestellt werden. Neben dem hohen Wettbewerbsdruck sollen die Teile stetig schneller, leichter und sicherer werden. Unter diesen Bedingungen erscheint es sinnvoll, ein flexibles und digitales Verfahren wie AM einzusetzen. Die Technologie ermöglicht eine vereinfachte Umsetzung von Leichtbaustrukturen und Funktionsintegration, die gleichzeitig Vorlaufzeiten reduziert und Iterationen beschleunigt.

„Wir sehen AM-Anwendungen in der Formel 1 sowohl für das Prototyping als auch für die Serienproduktion, wo eine reproduzierbare Teilequalität entscheidend ist. Mit mehr AM-Serienanwendungen in der Formel 1 wird auch die Automatisierung eine wichtige Rolle spielen, um eine höhere Produktivität und geringere Kosten pro Teil zu erreichen.“, Markus Glasser, Senior Vice President EMEA bei Eos.

Anlage für AM im industriellen Maßstab

Sauber ist der erste Kunde für polymerbasiertes AM, der dies in seine Produktion integriert hat, einschließlich der Installation eines Eos P 500 Systems im Jahr 2022. Das System soll Anwendungen für die Serie ermöglichen und Automatisierungslösungen integrieren. Bei Sauber kommt dabei zunächst der Werkstoff Polyamid 12 PA 2200 zum Einsatz.

Das P 500 System ist mit zwei 70-Watt-Lasern ausgestattet. Im Gegensatz zu früheren EOS-Systemen bringt die EOS P 500 das Material vor dem Auftragen auf die optimale Verarbeitungstemperatur und verkürzt so die Zeit für das Nachbeschichten und Belichten. Das Vorwärmen und Abkühlen des Wechselrahmens (mit dem 3D-gedruckten Bauteil) nach der Produktion erfolgt optional außerhalb der EOS P 500. So kann etwa fünfzehn Minuten nach Beendigung eines Baujobs ein neuer Fertigungsvorgang gestartet werden. Das System muss nach Unternehmensangaben seltener gereinigt und einmal im Jahr gewartet werden. Damit soll die Betriebszeit der P 500 im Vergleich zu Vorgängersystemen und Wettbewerbsmodellen um bis zu 75 Prozent höher sein. Das System soll sich in bestehende MES/ERP-Systeme integrieren lassen und bietet eine Reihe von Lösungen zur Prozessüberwachung und Systemintegration. So soll eine Qualitätssicherung im industriellen Maßstab möglich sein.

So stellt Eos das P 500 System vor:

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