Maschinelle Anwendung Flexibilität, Sicherheit und Effizienz: Neue Technologieplattform für Automatisierung

Redakteur: Julia Bender

Schneider Electric bietet mit PacDrive 3 neuerdings eine Komplettlösung für die Automatisierung komplexer Maschinen an. Die Vorteile? Eine umfangreiche Softwareunterstützung, Motionfunktionalität für bis zu 2.600 Achsen und eine präzise Motor-Vorsteuerung.

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Schneider Electric hat seine Produktpalette weiter ausgebaut und präsentiert mit PacDrive 3 eine ganzheitliche Lösung mit Servomotoren, Robotik-Komponenten und Motion-Steuerungen.
Schneider Electric hat seine Produktpalette weiter ausgebaut und präsentiert mit PacDrive 3 eine ganzheitliche Lösung mit Servomotoren, Robotik-Komponenten und Motion-Steuerungen.
(Bild: Schneider Electric)

Mit PacDrive 3 wurde das Produktportfolio des Unternehmens nun um eine ganzheitliche Technologieplattform für eine leistungsstarke Automatisierung von komplexen Maschinenanwendungen erweitert. Die Komplettlösung, bestehend aus Antrieben, Robotertechnik, Controllern und Softwaretools, ist vor allem auf die verschiedenen Aufgaben im CPG Segment ausgelegt. Aus diesem Grund bietet das Produkt laut Hersteller eine Motionfunktionalität für bis zu 2.600 Servomotoren oder Roboterachsen, eine vollständig integrierte Ethernet-basierte Echtzeitkommunikation mit SERCOS III sowie eine intelligente und einheitliche Softwareunterstützung für die gesamte Maschine. Dementsprechend können Anwender von smarten, schnellen und wenig fehleranfälligen Engineering- und Inbetriebnahme-Prozessen, reduzierter Steuerungs-Hardware und beschleunigten Time-to-Market-Zeiten profitieren.

Wettbewerbsentscheidende Vorteile bei Produktionsleistung

Das Softwareprogramm „EcoStruxure Machine Expert“ soll den Engineering-Prozess mithilfe von Simulationsmöglichkeiten, Modul-Bibliotheken und Demo-Projekten in der Planungs- und Entwicklungsphase oder im Fall von Umbauten oder Erweiterungen einer maschinellen Anwendung unterstützen. Außerdem ermöglicht die nahtlose Integration von realer und virtueller Maschine, dass bereits während der Konstruktion programmiert und getestet werden kann. Durch Standard-Reglereinstellungen und intelligente Features für eine schnelle Parametrierung sollen Routineaufgaben zudem schneller ablaufen, da beispielsweise beim ersten Einschalten eines neuen Geräts direkt die richtige Firmware geladen wird. Auch im Austauschfall muss die neue Komponente nicht eigens parametriert werden, wodurch Stillstandszeiten reduziert werden können.

Mit weniger Hardware zu mehr Leistung

Schneider Electric zufolge kommt PacDrive 3 im Vergleich zu anderen Systemen mit weniger Hardware aus, da bereits eine Steuerung in der Lage ist, bis zu 130 Achsen zu regeln. Darüber hinaus eröffnen die hohe Rechenleistung und die Echtzeitdatenübertragung die Möglichkeit, viele Achsen gleichzeitig mit einer dynamischen und präzisen Vorsteuerung zu bewegen. Durch das Einspeisen eines vorberechneten Sollwerts in den Regelkreis lässt sich das Drehmoment der Motorwelle direkt vorgeben, was sich vor allem dann auszahlt, wenn schwierige Lastfälle und nichtlineare Mechaniken wie Hebel oder Kurbeln beherrscht oder spezielle Anforderungen wie beispielsweise eine tänzerlose Abwicklung umgesetzt werden müssen. Mit diesem Ansatz soll sich die Genauigkeit, die Produktionsleistung und die Effizienz steigern lassen und Material geschont werden.

Damit die Technologieplattform auch in Zukunft für etwaige Anwendungsfälle und Herausforderungen gewappnet ist, wird sie kontinuierlich aktualisiert und erweitert. Vor kurzem wurden beispielsweise Lexium SH3 Einkabelmotoren zur Produktpalette hinzugefügt, die für mehr Anschluss-Flexibilität und einen reduzierten Verkabelungsaufwand sorgen.

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