Kooperation Festo baut KI-Labor an der Universität Tübingen

Redakteur: Katharina Juschkat

In einer gemeinsamen Kooperation will Festo mit der Universität Tübingen im Themengebiet Künstliche Intelligenz forschen. Erster Schwerpunkt: Deep Reinforcement Learning für Roboter.

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Festo und die Universität Tübingen kooperieren für die Erforschung von KI.
Festo und die Universität Tübingen kooperieren für die Erforschung von KI.
(Bild: ©kras99 - stock.adobe.com)

Festo und die Universität Tübingen haben eine Partnerschaft zur Erforschung von Künstlicher Intelligenz (KI) geschlossen. Für die „Industry on Campus“-Kooperation baut Festo ein KI-Labor an der Universität auf.

Das Potenzial für KI-basierte Anwendungen, um die Gesamtanlageneffektivität in der Produktion zu erhöhen, ist enorm. Daher hat sich Festo mit seinem KI-Labor für den Forschungsschwerpunkt „Autonome Systeme“ entschieden.

Roboter lernen durch Bestärken

In dem KI-Labor von Festo soll der KI-Experte Dr. Shahram Eivazi für fünf Jahre forschen. Er wird eine Arbeitsgruppe aufbauen, die das selbständige Lernen komplexer Aufgaben erforscht, und dabei eng mit der Arbeitsgruppe „Human-Computer Interaction“ von Prof. Dr. Enkelejda Kasneci zusammenarbeitet. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf Deep Reinforcement Learning für Robotik.

Deep Reinforcement Learning kombiniert neuronale Netze mit dem Lernen durch Bestärken: Der Roboter versucht, durch Ausprobieren (Trial-and-Error) ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Anhand der erhaltenen Rückmeldungen optimiert er nach und nach seine Aktionen, bis er die Aufgabe erfolgreich löst. Meta Learning, Edge AI, AutoMachineLearning-Ansätze, verteiltes Lernen und generative Modelle sind weitere KI-Felder, die anwendungsorientiert untersucht werden sollen. Die Ergebnisse fließen kontinuierlich in bestehende und neue KI-Anwendungen von Festo ein.

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