Umfrage Fehlende Digitalisierung macht Städte unattraktiv

Redakteur: Hendrik Fuhrmann

Jeder vierte jüngere Mensch würde umziehen, wenn ihm die Digitalisierung am Heimatort zu langsam ist. Dieses und einige weitere Ergebnisse liefert eine Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

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Der Einsatz digitaler Technologien am Heimatort ist vor allem für junge Menschen ein wichtiger Faktor.
Der Einsatz digitaler Technologien am Heimatort ist vor allem für junge Menschen ein wichtiger Faktor.
(Bild: ©greenbutterfly - stock.adobe.com)

Laut der Umfrage könnte die Digitalisierung von Städten und Gemeinden in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Standortfaktor werden. Das zeigt eine telefonische Befragung von 1004 Personen ab 16 Jahren. Die Corona-Pandemie habe laut Bitkom dazu geführt, dass die Anforderungen an das digitale Leben und Arbeiten zusätzlich gestiegen sind. Demzufolge steigen auch die Ansprüche an die Städte. „Gerade wer junge Menschen vor Ort halten will, muss in die Digitalisierung investieren, um die Lebensqualität zu erhöhen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Gleichzeitig wird damit der Standort attraktiver für Unternehmen“. Der Umfrage zufolge ist nur ein Drittel der Beteiligten der Meinung, dass sie im Alltag bereits von der Digitalisierung profitieren. Die Mehrheit der Befragten findet sogar, dass die eigene Stadt oder Gemeinde die Digitalisierung bisher verschlafen hat.

Am Widerstand aus der Bevölkerung werden die Digitalisierungsprojekte kaum scheitern. Nur ein Fünftel der Beteiligten möchte nicht, dass in der eigenen Stadt oder Gemeinde mehr digitale Technologien zum Einsatz kommen. Die meiste Ablehnung gibt es in der Altersgruppe ab 65 Jahren, aber auch hier liegt der Anteil der Digitalisierungs-Gegner bei nur 27 Prozent. Von der Smart City als Sammelbegriff für den Einsatz digitaler Technologien am Heimatort hat mit 75 Prozent eine deutliche Mehrheit bereits gehört oder gelesen.

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