Studie Fachkräftemangel ist das größte Hindernis bei der Einführung neuer Technologien

Redakteur: Sandro Kipar

Noch vor den Kosten und den Sicherheitsrisiken wird der Fachkräftemangel laut einer Studie von Gartner als größtes Hindernis angegeben. Befragt wurden IT-Führungskräfte.

Der Fachkräftemangel bereitet den IT-Führungskräften zunehmend Sorge.
Der Fachkräftemangel bereitet den IT-Führungskräften zunehmend Sorge.
(Bild gemeinfrei: Christina Morillo / Pexels )

Die Corona-Pandemie hat einige Branchen durcheinander gewirbelt. Wie das Research- und Beratungsunternehmen Gartner in einer Studie herausfand, haben sich auch einige Ansichten in der IT-Branche deutlich verschoben. Das Unternehmen hat IT-Führungskräfte zu verschiedenen Themenfeldern befragt. So sei der Fachkräftemangel als größtes Hindernis für die Einführung von 64 Prozent der aufkommenden Technologien genannt worden. Im vergangenen Jahr waren es nur 4 Prozent. Implementierungskosten (29 Prozent) und Sicherheitsrisiken (7 Prozent) liegen weit dahinter.

Auch bei der Einführung von IT-Automatisierungstechnologien wurde der Fachkräftemangel als Hauptrisikofaktor genannt. „Der anhaltende Trend zum mobilen Arbeiten und die beschleunigten Einstellungspläne im Jahr 2021 haben die Knappheit an IT-Fachkräften verschärft. Besonders deutlich wird dieser Trend in den Bereichen, Cloud, Edge, Automatisierung und kontinuierliche Bereitstellung“, sagt Yinuo Geng, Research Vice President bei Gartner. „Die in der Studie untersuchten IT-Automatisierungstechnologien belegen diesen Trend: Nur 20 % von ihnen haben sich seit 2020 im Adoptionszyklus weiterentwickelt. Schuld daran ist die Fachkräfteproblematik.“

Mehr Ausgaben für IT-Sicherheit

Doch Gartner konnte auch eine erste Erholung von der Pandemie bei den befragten Führungskräften feststellen. 58 Prozent der Befragten haben angegeben, aktuell mehr in neue Technologien zu investieren oder dies in naher Zukunft zu tun. 2020 waren es noch 29 Prozent.

Mit der Pandemie kam auch der vermehrte Einsatz von Sicherheitstechnologien hinzu. 64 Prozent der Befragten haben die Ausgaben für Sicherheitstechnologien erhöht oder wollen die Ausgaben erhöhen. 2020 waren es noch 31 Prozent. Laut der Studie soll so vor allem das mobile Arbeiten technisch abgesichert werden.

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