Die dritte Dimension

Experten-Roundtable: AR, VR und MR im Maschinenbau

| Redakteur: Jürgen Schreier

App oder browserbasierte Lösung: Was setzt sich durch?

Und was wird die Zukunft bringen? VR-Guru Runde ist "extrem neugierig" auf den „Kampf um die Ökosysteme.“ Wird es bei AR/VR/MR ähnlich sein wie bei Smartphones, wo Apps entweder auf iOS- und Android-basierten Geräten funktionieren? Oder werden sich browserbasierte Lösungen durchsetzen, die auf allen Systemen laufen. „Dieses Rennen um die Ökosysteme ist gerade in vollem Gange“, weiß Runde. Optima-Entwickler Marwitz weist darauf hin, dass sein Unternehmen webbasierte Systeme nutzt. "Wir können unserem Kunden ja nicht vorschreiben, welche Devices er zu nutzen hat“, so sein Credo.

Die Roundtable-Teilnehmer rechnen einhellig damit, dass neben der HoloLens von Microsoft auch die Vive (von HTC und Valve), das neue System von Apple (mutmaßlicher Name: iGlass), Oculus Rift sowie die angekündigte nächste Google-VR-Brillenversion eine Rolle auf dem Markt spielen werden (Übersicht über VR- und Datenbrillen).

Nicht passieren dürfe aber, dass ein Anwender künftig fünf Brillen vorhalten müsse, weil er Maschinen von fünf verschiedenen Maschinenbauern betreibe, so Runde. Wratschko: „Daher ist es wichtig, dass wir bei der Entwicklung von VR- und AR-Technologien vorne mit dabei sind. Als Leader werden wir – egal ob plattformunabhängig oder nicht – weniger Adaptionsprozesse zu vollziehen haben.“

Die neuen Hidden Champions sind datengetrieben

Der Optima-Servicefachmann hebt die Stärken der HoloLens hervor. So sei das Tracking für AR Anwendungen "unschlagbar". Die bestehenden Android-Lösungen könnten da nicht mithalten. Vor diesem Hintergrund hält er es für gerechtfertigt, auch die einen oder anderen Device-abhängigen Features zu nutzen, wenn der Großteil der Anwendungen plattformunabhängig bleibt, und sagt: „Was morgen der Front-End-Markt zeigt, entscheiden wir morgen. Unser Fokus ist das Back-End, die Datenbasis – und diese Infrastruktur können unsere Kunden jetzt bereits nutzen. Für die, die das wollen, wird Mixed Reality mittels Tablets und AR Brillen künftig eine große Rolle spielen. Die Hidden Champions von morgen werden datengetriebene Unternehmen sein, davon bin ich überzeugt. Dazu müssen Unternehmen heute eine gewisse Investitions- und Risikobereitschaft an den Tag legen.“

14 Augmented- und Virtual Reality-Startups

Markteinblick

14 Augmented- und Virtual Reality-Startups

23.02.18 - Startups sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen – so auch im Bereich Virtual oder Augmented Reality. Nutzer in virtuelle Welten versetzen oder ihnen virtuelle Elemente in die Realität zuspielen, dient nicht nur dem Entertainment. Vielmehr können VR und AR Unternehmen dabei helfen, Arbeitsprozesse zu optimieren. Wir zeigen einige Beispiele. lesen

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