Smart Electronic Factory e.V. Europa muss bei der Digitalisierung endlich aufholen

Quelle: Pressemitteilung

Die Schaffung einer souveränen Dateninfrastruktur sei lediglich ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Wesentliche Herausforderungen stehen noch bevor.

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Es muss laut dem Verein sichergestellt werden, dass Domänen-Know-how in Europa geschützt wird und digitale Technologien zu neuen tragenden Geschäftsmodellen ausgebaut werden können.
Es muss laut dem Verein sichergestellt werden, dass Domänen-Know-how in Europa geschützt wird und digitale Technologien zu neuen tragenden Geschäftsmodellen ausgebaut werden können.
(Bild: stock.adobe.com)

Der Verein „SEF Smart Electronic Factory e.V.“ hat in einer Mitteilung gefordert, dass Europa im Rennen um die Digitalisierung schnell aufschließen muss. Vor allem die Interpretation von Daten werde immer wichtiger.

Mithilfe gesammelter Daten könnten Unternehmen etwa fehlerhafte Prozesse in der Fertigung frühzeitig erkennen, sagt Maria Christina Bienek, Geschäftsführerin des SEF. Das Teilen der Daten bringt jedoch Gefahren mit sich. „Für die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg sind zum einen souveräne und sichere Datenräume erforderlich und zum anderen müssen Möglichkeiten bestehen, den Wert der Informationen zu bewerten und zu sichern,“ so Bienek.

KI wird kreativer

Die Verschiebung in der Wertschöpfung führt auch zu einem gesellschaftlichen Wandel, heißt es weiter. Bereits heute verändern sich Berufe durch Digitalisierung und KI. „Die einschneidenden Veränderungen betreffen längst nicht nur Facharbeitende auf dem Shopfloor oder Werkführende, deren Auftragsplanung zum Beispiel durch algorithmische Berechnungen ersetzt wird. Auch kreative Berufe sind zunehmend von dem Wandel betroffen“, so Bienek. KI werde auch zunehmend kreativer, könne schreiben, malen und komponieren. Bienek: „Perspektivisch gesehen wird KI viele Entscheidungen übernehmen und auch ganze Berufe ersetzen.“

Die Veränderungen reichen laut dem Verein bis weit in die Gesellschaft. So werden bereits heute Informationen auf das Suchverhalten einzelner Nutzer im Internet abgestimmt. „Obwohl der Zugang zu Informationen nie leichter war als im heutigen Internetzeitalter, erschwert dies die Orientierung. Der Mensch trifft zwar eine Entscheidung, wird aber durch Analysen geleitet. Das bedeutet auch, dass zukünftige Trends durch Algorithmen vorgegeben werden“, sagt Bienek.

Laut der Geschäftsführerin des SEF müsse sichergestellt werden, dass Domänen-Know-how in Europa geschützt wird und digitale Technologien zu neuen tragenden Geschäftsmodellen ausgebaut werden können. Die Schaffung einer souveränen Dateninfrastruktur wie Gaia-X sei ein Schritt in die richtige Richtung. „Wir stehen vor der Herausforderung, digitale Lösungen zu kreieren, die souveräne und sichere Datennutzung ermöglichen. Europa sollte im Rennen um die Entwicklung datengetriebener Geschäftsmodelle schnell wieder aufschließen“, so Bienek.

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