Metall-3D-Druck EU-Förderung für Cold-Metal-Fusion-Verfahren

Headmade Materials wurde für das EIC-Accelerator-Programm der EU-Kommission ausgewählt und erhält bis zu 5,85 Mio. Euro Fördergeld. Damit soll die Cold-Metal-Fusion-Technologie schneller auf den Markt gebracht werden und ein Scale-Up der Material-Produktion erfolgen.

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Die Headmade Materials GmbH entwickelt auch die Materialien für sein sinterbasiertes 3D-Druckverfahren Cold Metal Fusion. Das spezielle Feedstock- Material besteht aus Metallpulver und einem Kunststoff-Binder.
Die Headmade Materials GmbH entwickelt auch die Materialien für sein sinterbasiertes 3D-Druckverfahren Cold Metal Fusion. Das spezielle Feedstock- Material besteht aus Metallpulver und einem Kunststoff-Binder.
(Bild: Steffen@Stlart.de)

Das Metall-3D-Druckverfahren Cold Metal Fusion von Headmade Materials ermöglicht die Serienfertigung von komplexen Metallbauteilen in Stückzahlen von über 100.000. Nach eigenen Angaben grenzt sich das Verfahren zu bestehenden Metall-3D-Druckverfahren ab, die sowohl in der Geschwindigkeit wie auch den Herstellkosten für größere Serien zu limitiert sind.

Das Cold-Metal-Fusion-Verfahren

Beim Cold-Metal-Fusion-Verfahren wird kunststoffhaltiges Feedstock-Material von Headmade Materials auf gängigen SLS-Anlagen für den 3D-Druck von Kunststoffen verarbeitet. Dabei wird das Bauteil bei geringer Temperatur (<80 °C) schichtweise durch Schmelzen des Binders aufgebaut. Im Bauprozess selbst sind dabei keine Stützstrukturen notwendig, was auch eine freie Platzierung der Bauteile im Bauraum ermöglicht. Der fertige Baujob wird anschließend entpulvert, entbindert und gesintert. Die hohe Grünteilfestigkeit erlaubt bereits vor dem Sintern zum Metallbauteil die mechanische Nachbearbeitung, was gerade bei schwer zu bearbeitenden Materialien einen hohen Mehrwert bietet.

Mit diesen technologischen Vorteilen und den breiten Anwendungsfeldern des Verfahrens konnte Headmade Materials den EU-Innovationsrat (EIC) überzeugen und erhält im Rahmen des EIC-Accelerator-Programms bis zu 5,85 Mio. Euro. Das Programm fördert 99 Startups, die für das europäische Wirtschaftssystem eine strategische Relevanz haben und mit ihrer Innovationskraft Branchen definieren können. Headmade Materials ist unter den Top 10 der deutschen Unternehmen im EIC-Accelerator-Programm.

Der EIC-Accelerator ist Teil des 95,5 Mrd. Euro umfassenden Horizon-Europe-Programms zur Förderung von Innovation und Entrepreneurship im Zeitraum 2021 bis 2027. Es soll unter anderem darauf hinwirken, den Klimawandel zu verlangsamen, die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen und auch Innovationen zu begünstigen und Arbeitsplätze in Europa zu schaffen.

Wie Headmade Materials mitteilt, sollen die Fördermittel vor allem für den Scale-Up der Feedstock-Produktion, die Erweiterung des Produktportfolios um weitere Materialien und Legierungen, sowie die Intensivierung des internationalen Vertriebs verwendet werden.

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