Internet der Dinge

Erleben wir die Revolution der Logistik?

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Importeure und Hersteller können ihr Fertigproduktinventar um bis zu 10 % reduzieren. Behörden profitieren dank 12 bis 15 % weniger Lkw-Kilometer vom störungsfreieren Warenfluss durch Kontrollpunkte, weniger Stau auf den Straßen und einer besseren Nutzung der Infrastruktur, was Import- und Exportkontrolle, Polizei und Grenzschutz ebenfalls kosteneffizienter macht.

Integration ist der Schlüssel

Alle drei genannten Beispiele haben gemeinsam, dass verschiedenartige Daten in Echtzeit gesammelt, korreliert und ausgewertet werden, um Entscheidungen schneller zu treffen und Folgeprozesse frühzeitig einzuleiten. Die eigentliche Innovation des Internets der Dinge liegt also in der Integration von Systemen, Anwendungen und Geräten.

Dazu wird eine Integrationsplattform mit unterschiedlichen Technologien und Schnittstellen eingesetzt. In ihr werden auch standardisierte Prozesse festgelegt, die bei einem bestimmten Ereignis ablaufen.

Die Integrationsplattform wird in der Regel mit Echtzeittechnologien wie einer Streaming-Analytics-Plattform verbunden, die auf Basis von Kontextinformationen und aktuellen Ereignissen anhand dynamischer Muster automatisch Entscheidungen trifft und Verantwortliche entsprechend benachrichtigen kann.

Synchromodale Risikoanalyse durch statische Modellierung

Synchromodale Logistikoptimierung in Echtzeit wie beim Beispiel von Synchro-NET benötigt dazu e-Freight-Unterstützung, Slow-Steaming-Schifffahrtssimulation und dazugehörige Kontrollsysteme. Statistische Modellierung sorgt für die synchromodale Risikoanalyse. Hinzu kommt die Grundlage aller Anwendungen im Internet der Dinge: ein universeller Enterprise Service Bus, eine Complex Event Processing Engine für fachliche Rückschlüsse zum Ausgeben von Alarmen und Empfehlungen sowie ein In-Memory Data Management.

Das Internet der Dinge ist in der Logistik angekommen. Die technischen Elemente stehen bereit. Unternehmen können nun von der Konzept- in die Machbarkeitsphase wechseln, inspiriert von einer Zahl an konkreten Beispielen. Dabei sollten sie vor allem auf die Integration aller Elemente achten – dann steht mehr Effizienz, Einsparung und Kundenzufriedenheit nichts mehr im Weg.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal MM Logistik erschienen.

* Werner Rieche ist Geschäftsführer der SAG Deutschland GmbH in 64297 Darmstadt, Tel. (0 61 51) 92-31 00, info@softwareag.com

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