Internet der Dinge

Erleben wir die Revolution der Logistik?

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Das Internet der Dinge wird oft auf Sensoren beschränkt, dabei spielen die Systeme dahinter eine viel bedeutendere Rolle. Das europäische Forschungsprojekt Synchro-NET leistet hier Pionierarbeit. Insgesamt 19 Unternehmen aus zehn europäischen Ländern entwickeln eine Plattform zur synchromodalen Optimierung der Logistikprozesse. Die Software AG liefert die Cloud-basierte Architektur und Big-Data-Elemente.

Massive Einsparungen dank Synchromodalität

Die Synchro-NET-Plattform koordiniert Straße, Schiene und Schifffahrt in einem Netzwerk aus Transportmodi und Routen. Dies bricht den klassischen Transportkorridor inter- oder multimodaler Logistik auf und erlaubt niedrigere Kosten, schnellere Umladung und bessere Ressourcennutzung. Die Optimierung der Prozesse berücksichtigt Aspekte wie Slow Steaming (deutlich langsamere Fahrt) und sorgt damit für zuverlässigere Auslieferung bei gleichzeitiger Treibstoffeinsparung. Logistik wird somit nicht nur günstiger, sondern auch grüner.

2019 soll die neue Lieferkette einsatzbereit sein. Auf dem International Logistics and Material Handling Congress 2016 in Barcelona zeigte Synchro-NET bereits die ersten drei Anwender. Dabei zeigte sich auch, dass Slow-Steaming-Konzepte in Kombination mit synchromodaler Logistikoptimierung deutliche Vorteile bringen.

Reeder und Logistikunternehmen profitieren von massiver Treibstoffreduzierung um bis zu 25 %, schnellerer Umladung in Häfen und an Bahnhöfen sowie besserer Ressourcennutzung. Knapp ein Drittel (30 %) mehr Verkehr kann von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Kunden haben mehr Kontrolle über ihre Lieferkette, was eine zuverlässigere Nachschuborganisation ermöglicht.

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