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Entscheidungen in Unternehmen: Von wegen datengetrieben!

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In vielen Unternehmen wird noch klassisch geführt

Voraussetzungen für eine agile Organisation sind Entscheidungsautonomie der Mitarbeiter, eine Unternehmenskultur, die Fehler verzeiht sowie flache Hierarchien. Das ist den meisten Entscheidern auch bewusst. Neun von zehn Führungskräften gaben im Rahmen der Studie an, dass sie ihre Mitarbeiter ermutigen, schnell und selbständig zu entscheiden. 74 Prozent sagten, dass in ihrer Organisation Fehlentscheidungen genutzt werden, um daraus zu lernen. Nur sechs Prozent erklärten, dass in ihrem Unternehmen Fehlentscheidungen sanktioniert werden.

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Trotzdem ist bei 28 Prozent der befragten Unternehmen das Führungsmodell nach wie vor klassisch hierarchisch strukturiert, weitere 19 Prozent pflegen einen partizipativen Führungsstil. 39 Prozent der Befragten bezeichneten den Führungsstil in ihrem Unternehmen als Mischform. Aber nicht einmal jedes dritte Unternehmen (30 Prozent) arbeitet aktuell am Abbau von Hierarchien.

Halbwertszeit "analoger" Erfahrungen nimmt rapide ab

Ähnlich widersprüchlich sind die Angaben, wenn es darum geht, auf welcher Basis Entscheidungen getroffen werden. Grundsätzlich können Unternehmen mithilfe von Wissensmanagement-Systemen und Collaboration Tools, Analytics und Künstlicher Intelligenz auf Basis von Daten schneller und agiler Entscheidungen treffen. 46 Prozent der Führungskräfte bezeichnen die Entscheidungsprozesse in ihrem Unternehmen als „stark datengetrieben“, so die Studie.

Faktisch aber nutzen sie bei weitem nicht das volle Potential digitaler Technologien aus. Klassische ERP-Systeme unterstützen in 54 Prozent der Unternehmen die Entscheidungsfindung, ein Viertel nutzt Big-Data-Lösungen (26 Prozent). Deutlich seltener kommen Predictive Analytics (15 Prozent), Collaboration Tools (14 Prozent) oder Künstliche Intelligenz (9 Prozent) zum Einsatz.

Lieber als auf Technik und Daten verlassen sich Führungskräfte in Deutschland noch immer auf ihre Erfahrung und treffen Entscheidungen vielfach aus dem sprichwörtlichen Bauch heraus. Neun von zehn Führungskräften geben an, dass ihre Entscheidungen stark (48 Prozent) oder sogar sehr stark (42 Prozent) auf Erfahrung und Intuition beruhen.

„In einer Welt, in der die Digitalisierung das Innovationstempo vorgibt, sinkt die Halbwertzeit unseres analogen Erfahrungswissens dramatisch“, so Urs M. Krämer. „Unsere Studie belegt, dass Entscheider zwar durchaus spüren, dass sich etwas verändern muss. Dennoch setzen sie eher auf bewährte Methoden, als konsequent umzudenken“.

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