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Netzabschaltung Ende 2022: Abschaltung von 3G

| Redakteur: Linda Bergmann

Ende 2022 werden die großen Provider Telefónica, Vodafone und Telekom den Mobilfunkstandard 3G einstellen. Kunden, die reine UMTS-Tarife haben, müssen sich nach einer Alternative umsehen.

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Time to say goodbye: Die Abschaltung von 3G Ende ist für Ende 2022 geplant.
Time to say goodbye: Die Abschaltung von 3G Ende ist für Ende 2022 geplant.
(Bild: Trinity / Pexels)

Schon länger bekannt und nun ganz konkret: 3G wird abgeschaltet. Bestehen bleiben die Standards GSM (2G) und LTE (4G). In naher Zukunft wird sich noch der neue Mobilfunkstandard 5G dazu gesellen. Damit werden Mobilfunkkunden mit 3G-Verträgen zukünftig nicht mehr bedient.

Telefónica, in Deutschland vor allem als Marke O2 bekannt, kommuniziert in einem Strategie-Update, dass die Abschaltung von 3G bis Ende 2022 angestrebt wird. Im Mai dieses Jahres wurde der Vertrieb von UMTS-Tarifen endgültig eingestellt. Nutzer der Free-Tarife werden somit nach Verbrauch ihres monatlichen Volumens ins LTE-Netz eingebucht, sofern verfügbar.

3G-Aus von anderen Providern bereits früher kommuniziert

Noch früher haben Telekom und Vodafone ihre Pläne zur Einstellung des Mobilfunkstandards der dritten Generation veröffentlicht. Schon in den Telekom-Verträgen aus dem Jahr 2017 gab es Hinweise darauf, dass 3G nur noch bis zum letzten Tag des Jahres 2022 unterstützt wird. Auch bei Vodafone wird man sich im Laufe von 2020 bis 2021 vom Standard 3G trennen, er sei „nicht unbedingt ein Erfolg gewesen“, erklärte Johan Wibergh, Vodafone-Technik-Chef, schon im November 2017.

Der Verkauf von UMTS-Tarifen läuft aktuell noch über die Vodafone- und Telekom-Marken Otelo und Congstar. Gegen Aufpreis ist jedoch in einigen Tarifen die Aktivierung von LTE möglich.

Warum ist 3G ein Auslauf-Modell?

Die Abschaltung von UMTS dient in erster Linie dazu, Platz für das bereits vorhandene LTE sowie den neuen Standard 5G zu schaffen. In Bezug auf Bandbreite und kürzere Latenzen ist LTE gegenüber 3G deutlich im Vorteil, weswegen es perspektivisch keine Verwendung mehr für UMTS gibt. Auch kann man via VoLTE telefonieren. Hinzu kommt, dass LTE gegenüber seinem Vorgänger deutlich flächendeckender ausgebaut ist.

GSM (2G) wird bei allen drei Providern weiterhin genutzt, da es flächendeckend verfügbar ist und für die Übertragung von SMS genutzt wird. Ferner wird 2G als Fallback für Sprachtelefonie genutzt, wenn LTE nicht verfügbar ist. Anrufer aus dem Ausland kommen ebenfalls ins GSM-Netz, wenn Smartphones oder Verträge nicht LTE-fähig sind.

UMTS-Kunden müssen Tarif wechseln

Aktuell nutzen noch mehrere Millionen Menschen in Deutschland vertragsmäßig nur UMTS ohne Zugang zu LTE. Das sind vor allem Kunden, die Verträge bei einem Mobilfunk-Discounter haben, der mit eigener Marke, jedoch ohne eigenes Netz auftritt. Genutzt wird diese Infrastruktur von allen drei großen Providern, allerdings ohne Zugang zu LTE. Dieser wird erst im höherpreisigen Segment zur Verfügung gestellt. Die Abschaltung von 3G bedeutet für diese Anwender den Wechsel zu anderen Tarifen. Kunden, die bereits im LTE-Netz unterwegs sind, merken von der Abschaltung hingegen sicher sehr wenig..

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