Suchen

Umfrage zur Digitalisierung „Eine Mischung aus Zaghaftigkeit und diffuser Angst“

| Redakteur: Robert Horn

Deutsche Unternehmen fürchten die Folgen der Digitalisierung, sagt der ERP-Anbieter Godesys, der zu diesem Thema eine Umfrage durchgeführt hat. Dabei enthält das Umfrageergebnis auch durchaus positive Signale.

Firma zum Thema

(Bild: Pixabay)

Digitalisierung und Virtualisierung, Globalisierung, demografischer Wandel oder die Energiewende? Befragt man deutsche Unternehmen nach den größten Herausforderungen, die sie in den kommenden Jahren bewältigen müssen, steht ein Thema ganz vorn: der digitale Wandel. Das ist das Ergebnis einer Besucherbefragung, die der ERP-Anbieter Godesys auf der Cebit 2016 durchgeführt hat. Die größte Sorge in puncto Digitalisierung machen dabei die damit verbundenen höheren Sicherheitsrisiken sowie die steigende Komplexität.

Ganze 45 % der teilnehmenden Fachbesucher halten die Digitalisierung für die größte Aufgabe, der sie sich in den kommenden fünf Jahren stellen müssen. Auf Platz zwei steht die Globalisierung (20 %), dicht gefolgt von der Energiewende und Ressourcenknappheit (16 %). Auch wenn der digitale Wandel von der Mehrheit als große Herausforderung angesehen wird, wird dieser Trend von zwölf % der Befragten in der Geschäftsstrategie nicht berücksichtigt.

Nahezu jeder Zweite hat eine digitale Strategie

Bei 14 % sind die Pläne für eine digitale Strategie zwar vorhanden, es findet jedoch noch keine Umsetzung statt. Demgegenüber stehen knapp drei Viertel der befragten Cebit, die die Digitalisierung proaktiv angehen: Bei 41 % ist eine umfassende digitale Strategie vorhanden und deren Umsetzung in vollem Gang. 33 % setzen bereits digitale Projekte in einzelnen Bereichen um.

Doch welche Aspekte bereiten Unternehmen hinsichtlich der Digitalisierung die größten Sorgen? 38 % aller Umfrageteilnehmer gaben an, dass höhere Sicherheitsrisiken Sorge Nummer eins für sie sind. Steigende Komplexität trübt derweil die Erwartungen von 22 % der Befragten.

Nach der Sicherheit sind Kosten eine hohe Hemmschwelle

Immerhin jeden Fünften erschrecken die hohen Kosten beispielsweise für Technologie, die als Folge der Digitalisierung anfallen könnten. Mehr als die Hälfte schätzen die Höhe dieser Kosten für ihr Unternehmen als mittelhoch bis sehr hoch ein (58 %). Befragt nach dem Bereich, in dem vorrangig Nachholbedarf in puncto Digitalisierung besteht, nannten 22 % den Workflow. Darauf folgen mit 17 % die Produktion sowie der Vertrieb mit 16 %.

„Das Thema Digitalisierung wird hierzulande vielfach von einer Mischung aus Zaghaftigkeit und diffuser Angst begleitet“, kommentiert Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Godesys AG. „Wer indessen seinen Workflow planvoll optimiert und die Prozessautomatisierung mit der erforderlichen Expertise vorantreibt, profitiert von den Chancen der Entwicklung. Genau dabei unterstützen wir Unternehmen aller Branchen mit der entsprechenden anwenderfreundlichen und agilen Geschäftssoftware.“

Dieser Beitrag erschien zunächst auf unserem Partnerportal MM MaschinenMarkt

(ID:44092527)