MIO

Eine Luxus-Zahnbürste aus dem 3D-Drucker

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Die Idee für das Branding war dann der Name „MIO“, was zu Deutsch „Mein“ bedeutet. Keine ungewöhnliche Wahl für ein individualisierbares Luxusprodukt. Bei erfolgreicher Markteinführung kann man sich bei Zare vorstellen, dass die Marke „MIO“ zukünftig weitere Luxusprodukte auf der Basis von additive Manufacturing umfassen wird. In jedem Falle zeigt die „Bauchentscheidung“ von Zare schon heute eines ganz klar: Es geht beim 3D-Metalldruck darum, die Kreativität von Design und Geometrie in neue Produkte und neue Funktionalitäten umzusetzen.

Zare setzt auf Maschinen von Concept Laser

Als Zare im Jahr 2013 in den 3D-Metalldruck einstieg, wollte man die manchmal negativen Erfahrungen bei Dienstleistern in puncto Qualität und Oberflächengüte möglichst vermeiden. Durch den Vertriebspartner Ridix von Concept Laser in Italien fand Zare den Anlagenhersteller seiner Wahl. Die positiven Erfahrungen mit der ersten Investition im Jahr 2013 in eine Concept Laser M2 cusing führten zur Anschaffung einer Mlab cusing R. Hinzu kamen bald drei weitere M2 cusing Multilaser und schließlich eine X LINE 2000R, um auch sehr große Teile anbieten zu können. Von Anfang an war die Verlässlichkeit der M2 cusing bei Zare sprichwörtlich. Gelobt wurde auch das besonders gute Handling durch die Concept Laser-typische Trennung von Prozessstufe und Handling-Stufe, vor allem, es ging ja auch um reaktives Titan, unter Sicherheitsaspekten.

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Andrea Pasquali: „Überraschend waren Materialwechsel für uns. Auf anderen am Markt verfügbaren Maschinen dauerte ein Materialwechsel, und der ist bei uns nicht ungewöhnlich, sehr lange und war zudem kompliziert. Wollten wir flexibel in der Produktion sein, dann waren Materialwechsel wirtschaftlich nur auf den Maschinen von Concept Laser möglich. Die Lasercusing-Maschinen sind sehr viel einfacher einsetzbar und bieten deutlich mehr Flexibilität und Sicherheit als andere Maschinen, die wir kennen.“

Hohe Oberflächengüte überzeugt

Aber auch auf anderen Feldern der Verfahrenstechnik wusste Concept Laser bei Zare zu überzeugen, wie etwa bei der Oberflächengüte. Bei den ursprünglichen Dienstleistern gab es hier immer wieder suboptimale Ergebnisse. Auf den Maschinen von Concept Laser war dies schon bei der ersten M2 cusing deutlich besser. Die ohnehin sehr gute Oberflächengüte konnte durch die Umstellung auf eine 3D-Optik gesteigert werden. Als vorteilhaft erweist sich auch die erhöhte Flexibilität durch die Möglichkeit einer variablen Laserspoteinstellung.

Bei den neuesten drei Maschinen von Concept Laser in Multilaser-Ausführung wurde die Produktivität deutlich gesteigert. Andrea Pasquali: „Die M2 cusing Multilaser eröffnet uns ganz andere Aufbaugeschwindigkeiten. Je nach Bauteilgeometrie und Werkstoff liegt hier die Steigerung der Produktivität bei 30 bis 40 %.“

Was ist LaserCUSING?

Mit dem patentierten LaserCUSING-Verfahren von Concept Laser werden mechanisch und thermisch belastbare metallische Bauteile mit hoher Präzision erstellt. Das Schmelzverfahren generiert Schicht für Schicht Bauteile unter Verwendung von 3D-CAD-Daten. Dabei wird feines pulverförmiges Metall durch einen hochenergetischen Faserlaser lokal aufgeschmolzen. Nach dem Erkalten verfestigt sich das Material. Die Bauteilkontur wird durch Ablenkung des Laserstrahls mittels einer Spiegelablenkeinheit (Scanner) erzeugt. Der Aufbau des Bauteils erfolgt Schicht für Schicht (mit einer Schichtstärke von 15–500 μm) durch Absenkung des Bauraumbodens, Neuauftrag von Pulver und erneutes Schmelzen. .

Die Besonderheit der Anlagen von Concept Laser ist eine stochastische Ansteuerung der Slice-Segmente (auch „Islands“ genannt), die sukzessive abgearbeitet werden. Das patentierte Verfahren sorgt für eine signifikante Reduktion von Spannungen bei der Herstellung von sehr großen Bauteilen..

Die Concept Laser GmbH mit Sitz im fränkischen Lichtenfels wurde im Jahr 2000 von Frank Herzog gegründet und gehört heute zu den weltweit führenden Anbietern von Maschinen- und Anlagentechnik für den 3D-Druck von Metallbauteilen (Additive Manufacturing). Seit Dezember 2016 ist Concept Laser Teil von GE Additive, einer Sparte des General-Electric-Konzerns. GE Additive besteht seit 2016 und erwarb unter anderem 75 % der Unternehmensanteile von Concept Laser.

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