Suchen

Embedded Vision Europe 2017

Ein Zukunftsmarkt bekommt seine Konferenz

| Redakteur: Jürgen Schreier

Mit 200 Teilnehmern komplett ausgebucht war die erste Fachkonferenz Embedded Vision Europe im Stuttgarter ICS. Kein Wunder: Denn der Markt für Embedded-Vision-Systeme wächst in Zeiten des Internets der Dinge und neuer IoT-fähiger Devices rasant.

Firmen zum Thema

Rund 200 Teilnehmer waren zur ersten Embedded Vision Europe ins ICS Stuttgart gekommen.
Rund 200 Teilnehmer waren zur ersten Embedded Vision Europe ins ICS Stuttgart gekommen.
( Bild: EMVA/AEON Verlag & Studio )

Machine Vision ist eine Industrie mit rund 10 Milliarden Euro Umsatz und jährlichen Wachstumsraten von mehr als von 10 Prozent. Und so sorgte diese Tatsache für ein "volles Haus" bei der ersten fachkonferenz Embedded Vision Europe (EVE), die nach zwei Veranstaltungstagen am 14. Oktober 2017 zu Ende ging. Rund rund 200 Teilnehmer hatten sich im ICS Stuttgart eingefunden, um den Ausführungen hochkarätiger Referenten von Firmen wie Intel, AMD, Qualcomm, Math Works oder Xilinx rund um die Themen wie Machine Vision und Deep Learning zu lauschen.

Embedded Vision - Europa sieht sich gut aufgestellt

"Europas reichhaltiges Ökosystem aus Anbietern von Bildverarbeitungssystemen- und -lösungen sowie die neuen Hard- und Softwareplattformen aus der Embedded-Welt werden sich perfekt ergänzen", ist Gabriele Jansen, Vorstandsmitglied der European Machine Vision Association (EMVA), überzeugt. "Dies wollten wir mit unserer Konferenz unterstützen, indem wir Menschen mit Menschen und Menschen mit Wissen verbinden. Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee bei unserer Zielgruppe angekommen ist ", so die Organisatorin der ersten Embedded Vision Europe Konferenz.

Florian Niethammer, Teamleiter VISION der Landesmesse Stuttgart, die Gastgeberin des ersten EVE war, ergänzt: "Mit rund 200 Teilnehmern war das Debüt der Embedded Vision Europe ein voller Erfolg. Im Rahmen der Fachtagung wurden die neuesten Entwicklungen im Bereich Embedded Vision vorgestellt."

Teilnehmer, Referenten und Aussteller auf der begleitenden Tischmesse zeigten sich von der neuen Konferenz überaus angetan. "Computer Vision wird bald allen unseren elektronischen Geräten Sehfähigkeit verleihen. Diese Konferenz brachte Entwickler und Führungskräfte zusammen und wurde so zu einem großartigen Ort, um wichtige Trends zu erkennen und um zu verstehen, wie Vision-Technologien in leistungsfähige neue Produkte eingebettet werden können ", schwärmt Marco Jacobs, Vice President Marketing bei der videantis GmbH in Hannover.

"Diese Veranstaltung bot hervorragende Möglichkeiten, um die Weiterentwicklung von embedded System-on-Chip-Technologien zu diskutieren. Die Referenten waren von hoher Qualität. Die Themen der EVE haben anregende Informationen für unsere Gespräche geliefert ", so Colin Pearce, Managing Director der britischen Active Silicon Ltd.

Wechsel zu Embedded Vision beschleunigt sich

Paul Maria Zalewski, Product Line Manager beim Kamerahersteller Allied Vision Technologies, bestätigt den positiven Gesamteindruck der Veranstaltung und unterstreicht die Notwendigkeit, das Thema Embedded Vision in einem solchen Konferenzformat zu behandeln: "Der Wechsel zu Embedded Vision hat bereits vor einigen Jahren begonnen und wird sich jedes Jahr weiter beschleunigen. Allerdings glaube ich, dass bei Anwendungen der industriellen Bildverarbeitung in der Fabrikautomation die Umstellung auf Embedded-Systeme länger dauern wird als bei neuen Anwendungen, die wegen des begrenzten Einbauraums und des Preisrahmens den Einsatz von Embedded-Vision-Systeme von vornherein fordern. Andererseits können PC-basierte Systeme, wenn die Unternehmen ihre Smart-Factory-Ansätze weiter forcieren, schneller als erwartet durch Embedded-Vision-Lösungen verdrängt. In Nischenmärkten werden PC-basierte Systeme aber auch in Zukunft die dominierende Lösung bleiben."

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44953782)